So gehen Sie auf Amazon wirksam gegen inoffizielle Verkäufer vor
Wie gehen Sie gegen den Graumarkt auf Amazon vor? Prävention, Überwachung, Buy Box und ein Praxisfall: Ihre Strategie gegen inoffizielle Verkäufer.

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Für K-Marken ist Amazon die wichtigste Plattform, um auf dem US-Markt schnell zu wachsen. Vor allem Marken aus Kosmetik, Mode und K-Pop-Merchandise hängen stark von Amazon ab und erzielen dort einen großen Teil ihres Umsatzes. Manche K-Beauty-Marken machen sogar bis zu 95 % ihres Gesamtumsatzes auf Amazon – so groß ist die Abhängigkeit.
Mit dem Umsatz wächst aber auch das Risiko. Es bleibt selten bei Werbekosten und Preiswettbewerb: Oft sinkt der Umsatz, weil inoffizielle Verkäufer die Buy Box übernehmen, und Graumarkt (nicht autorisierter Handel) und Fälschungen treten gleichzeitig auf.
Nehmen wir ein Produkt für 30 US-Dollar: Zu Grundgebühren, Logistik- und Werbekosten kommt der Wettbewerb mit inoffiziellen Verkäufern, die den Umsatz unter sich aufteilen – und schon gerät die Nettomarge der Marke ins Wanken. Mit welchen Strategien bekommen Marken dieses Problem in den Griff und wachsen auf Amazon stabil? Das zeigen wir in diesem Beitrag.
Ein Präventionssystem aufbauen
Wichtig ist ein Präventionssystem, mit dem Sie Schäden durch den Graumarkt (nicht autorisierter Handel) schnell erkennen und eindämmen, bevor sie sich ausbreiten. Mit den folgenden 4 Strategien erkennen Sie Graumarktaktivitäten frühzeitig und können gegen sie vorgehen.
Verträge mit offiziellen Vertriebspartnern verschärfen
Eine „Klausel gegen nicht autorisierte Verkäufe auf Amazon“ gehört in jeden Vertrag mit Groß- und Einzelhandelspartnern. Doch ein großer Teil der Verkäufe läuft über viele unbekannte Verkäufer und mehrere Handelsstufen. Marken brauchen daher neben der rechtlichen Grundlage auch Überwachung und eine Strategie für die Durchsetzung.
Eine Mindestwerbepreis-Richtlinie (MAP) festlegen
Eine MAP-Richtlinie (Minimum Advertised Price, Mindestwerbepreis) legt den niedrigsten Preis fest, den Verkäufer in der Werbung zeigen dürfen, und verhindert so, dass übermäßiger Preiswettbewerb den Markenwert beschädigt. Wie die Vertragsklausel bindet sie aber nur offizielle Partner der ersten und zweiten Stufe direkt. Stellen Verkäufer oder Wiederverkäufer weiter unten in der Kette Produkte auf Amazon ein, greift Amazon nicht ein. Rechtlich wie auf der Plattform lässt sich die Richtlinie also nur begrenzt durchsetzen.
Die Markenschutzprogramme von Amazon nutzen
Mit der Amazon Brand Registry schützen Sie Ihr geistiges Eigentum wie Markenlogos, Produktbilder und Inhalte und können IP-Rechtsverletzungen und Graumarktaktivitäten direkt melden.
Mit dem Programm Amazon Transparency erhält jedes einzelne Produkt einen eigenen Seriencode (Transparency Code). So stoppen Sie den Vertrieb von Fälschungen und weiterverkaufter Ware und verfolgen den Vertriebsweg; Kunden können die Echtheit per Code-Scan selbst prüfen. Das stärkt das Vertrauen in die Marke und schafft Transparenz in der Lieferkette.
Eigene Seriennummern für Produkte einführen
Erhält jedes Produkt eine eigene Seriennummer, lassen sich Produkte aus dem offiziellen Vertriebsnetz klar von Ware aus inoffiziellen Kanälen unterscheiden. So erkennen Sie Graumarkthändler deutlich leichter und können gegen sie vorgehen.
Inoffizielle Verkäufer überwachen und bekämpfen
Nach der Prävention kommt es auf kontinuierliche Überwachung und konsequentes Handeln an. Die Grundlage: alle Verkäufer auf Amazon regelmäßig prüfen und kontrollieren, ob sie die MAP-Richtlinie einhalten und wie sich die Preise entwickeln. Wie die Überwachung funktioniert, lesen Sie in unserem früheren Blogbeitrag.
Verstöße gegen Ihre Preisrichtlinie melden Sie über die Funktion „Report a Violation“ in der Brand Registry oder in Seller Central. Löst die Meldung das Problem nicht, können Sie dem Graumarkthändler eine Abmahnung (Cease and Desist) schicken und so formelle rechtliche Schritte vorbereiten. Wirksam ist auch ein Testkauf: Damit prüfen Sie, ob die Ware nicht autorisierter Wiederverkäufer echt ist, und sichern Beweise für die Meldung.
Praxisfall: Strategie gegen den Graumarkt (nicht autorisierter Handel) auf Amazon

Marke A, ein Kunde von MarqVision, entwickelt und produziert eigene Produkte exklusiv für Amazon und hat sie mit eigenen Losnummern und abweichender Verpackung unter einer separaten ASIN (Amazon Standard Identification Number) registriert. Das Problem: Externe Wiederverkäufer stellten ihre Ware unter derselben ASIN ein und verkauften sie dort.
Ihre Produkte waren echt, unterschieden sich aber bei Losnummer und Verpackung von den Amazon-exklusiven Produkten. Der Grund: Die inoffiziellen Verkäufer hatten die Ware über Großhandelskanäle bezogen.
Die Marke wies diese Unterschiede per Testkauf nach und meldete die Angebote auf dieser Grundlage bei Amazon als „Fälschung“. Amazon erkannte an, dass die Produkte der Wiederverkäufer nicht zur ASIN passten, und stufte sie als Fälschungen ein. Damit war das Problem gelöst.
Die Marke hat sich nicht auf Preisüberwachung beschränkt, sondern eine eigene Strategie gegen den Graumarkt (nicht autorisierter Handel) aufgebaut und erfolgreich umgesetzt. Bemerkenswert ist vor allem, wie sie kleine Unterschiede zwischen Amazon-exklusiven und anderweitig vertriebenen Produkten gezielt nutzte, um wirksam gegen den Graumarkt vorzugehen.
Wer eine K-Marke auf Amazon führt, trägt mit der hohen Abhängigkeit von der Plattform auch ein höheres Risiko durch Graumarkt (nicht autorisierter Handel) und Fälschungen. Nötig ist daher eine systematische Strategie aus Prävention, Überwachung und Meldungen. Wer dabei kleine Unterschiede zwischen Amazon-exklusiven und allgemein vertriebenen Produkten gezielt nutzt, geht deutlich wirksamer gegen den Graumarkt vor und setzt Fälschungsmeldungen leichter durch.
Markenschutz heißt mehr, als erst zu reagieren, wenn ein Problem auftritt: Er beginnt mit Planung und strategischem Management.
MarqVision ist strategischer Partner für K-Marken, die den Eintritt in den US-Markt vorbereiten oder dort bereits wachsen, und sorgt für effiziente Überwachung und Durchsetzung gegen Fälschungen und Graumarkt (nicht autorisierter Handel) auf großen Online-Plattformen wie Amazon, eBay und Walmart. Fordern Sie jetzt eine kostenlose Beratung an und erhalten Sie eine Strategie, die auf Ihre Marke zugeschnitten ist.
