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Graumarkt auf Coupang: Schäden in Zahlen – und wie Sie gegensteuern

Eine Umfrage unter 199 Markenverantwortlichen zeigt, wie viel Umsatz der Graumarkt auf Coupang kostet: Häufigkeit, Verluste und Gegenstrategien auf einen Blick.

Irene Lee4 Min. Lesezeit
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  1. Wie verbreitet ist das Graumarktproblem?
  2. Wie groß ist der wirtschaftliche Schaden tatsächlich?
  3. Bringt das Vorgehen gegen den Graumarkt wirklich etwas?
  4. Welche Strategien gegen den Graumarkt wirken?

Coupang liegt unter den Top-10-Shopping-Apps auf Platz 1 und kommt auf einen Marktanteil von 82 %. Für Marken ist Coupang damit weit mehr als ein Vertriebskanal: Hier entsteht der Umsatz, hier treffen sie ihre Kunden. Doch gerade in so wichtigen Kanälen tauchen Graumarkt (nicht autorisierter Handel) und inoffizielle Verkäufer auch am häufigsten auf.

In diesem Beitrag zeigen wir anhand von Daten aus der Praxis, wie oft Graumarktangebote auftreten, wie hoch die Umsatzschäden tatsächlich sind und was es bringt, dagegen vorzugehen.

Wie verbreitet ist das Graumarktproblem?

Auf die Frage „Wie oft finden Sie Graumarktangebote, die gegen Ihre Preisrichtlinien verstoßen?“ antworteten 81,7 % von 199 befragten Markenverantwortlichen, dass sie regelmäßig welche finden. Manche Unternehmen finden sie sogar täglich (9,71 %). Der Graumarkt ist also kein Ausnahmefall, sondern ein Dauerproblem.

Auf Coupang ist vor allem ein Problem, dass Graumarkthändler den Item-Winner-Platz übernehmen. Laut der Umfrage haben 69 % der Befragten bei bis zu der Hälfte ihrer Produkte den Item Winner an Graumarkthändler verloren. Der Item Winner bedeutet nicht nur eine Top-Platzierung, sondern wirkt sich direkt auf Suchpriorität, Verbrauchervertrauen und den positiven Umsatzkreislauf aus – entsprechend gravierend ist der Schaden.

Wie groß ist der wirtschaftliche Schaden tatsächlich?

Der Graumarkt kostet direkt und sichtbar Umsatz. Laut dem E-Commerce-Erfolgsreport von MarqVision schätzen 64 % der Marken ihren Verlust an PPM (Pure Product Margin) auf 10–30 %. 49,14 % gaben an, 5–10 % ihres Jahresumsatzes zu verlieren; zusammen mit den Marken, die mehr als 10 % verlieren, erleiden insgesamt 79 % erhebliche Schäden.

Für kleine und mittlere Unternehmen sind diese Schäden besonders gravierend. Große Unternehmen können den Schlag mit vielen Vertriebskanälen und Marketingressourcen abfedern. Für kleinere Marken, die stark von Coupang abhängen, wird der Umsatzverlust dagegen direkt zur Überlebensfrage im Online-Handel. Der Graumarkt kostet also nicht nur kurzfristig Umsatz, sondern kann das Wachstum einer Marke auch langfristig bremsen.

Bringt das Vorgehen gegen den Graumarkt wirklich etwas?

Viele Marken fragen sich: „Bringt es tatsächlich etwas, gegen den Graumarkt vorzugehen?“ Die Umfrage gibt darauf eine positive Antwort. Marken, die in den letzten 12 Monaten gegen Graumarkthändler vorgegangen sind, haben kleine bis mittlere Umsätze zurückgeholt.

Konkret holten 31 % zwischen 15 und 75 Millionen Won und 25 % zwischen 75 und 375 Millionen Won zurück. Mehr als die Hälfte hat also spürbar Umsatz zurückgewonnen: Das Vorgehen gegen den Graumarkt ist kein bloßer Kostenfaktor, sondern eine strategische Investition in den Schutz des Umsatzes.

Es bleibt aber viel zu tun. Mehr als 66 % der Befragten gaben an, dass weiterhin erhebliche Verluste bestehen, und nur 27 % hatten das Gefühl, den Großteil zurückgeholt zu haben. Das Vorgehen wirkt also – Schäden vollständig zu verhindern oder auszugleichen, bleibt aber schwierig.

Welche Strategien gegen den Graumarkt wirken?

Der Graumarkt untergräbt die Preisrichtlinien einer Marke und schmälert direkt den Umsatz in wichtigen Kanälen. Entscheidend sind daher systematische Überwachung und schnelle Durchsetzung. Im aktuellen E-Commerce-Erfolgsreport von MarqVision lesen Sie konkret, mit welchen Überwachungsmethoden und Strategien andere Marken tatsächlich gegen den Graumarkt vorgehen.

Entwickeln Sie jetzt eine Strategie zum Schutz Ihrer Marke – bevor die Schäden durch den Graumarkt weiter wachsen.

Geschrieben von

Irene Lee