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Strategie für K-Beauty-Marken im Weihnachtsgeschäft: Fälschungen bedrohen das Verbrauchervertrauen

Was eine Studie zu US-Verbrauchertrends über die Herausforderungen für K-Beauty-Marken 2025 verrät und wie wirksamer Schutz des geistigen Eigentums aussieht.

Irene Lee4 Min. Lesezeit
Auf dieser Seite4
  1. Kriminelle Verkäufer wissen genau, wie sie Verbraucher mit gefälschter Kosmetik täuschen
  2. Bei Fälschungen geben Verbraucher eher der Beauty-Marke die Schuld als den kriminellen Verkäufern
  3. Wer an eine Fälschung geraten ist, wendet sich an Social Media
  4. So schützen Sie Ihre K-Beauty-Marke im Weihnachtsgeschäft

Im Weihnachtsgeschäft rund um Weihnachten und Neujahr haben Beauty-Marken alle Hände voll zu tun: Zahlreiche Events und Aktionen wollen erfolgreich umgesetzt werden. Gleichzeitig werden aber auch kriminelle Verkäufer aktiv und bringen verstärkt Fälschungen in Umlauf.

Fälschungen sind heute deutlich raffinierter als früher. Sie sind kaum noch vom Original zu unterscheiden – selbst kritische Verbraucher fallen darauf herein, und sogar Beauty-Marken tun sich schwer, sie zu erkennen. Solche Fälschungen gefährden den Ruf der Marken und das Vertrauen der Verbraucher erheblich.

Laut einer aktuellen Umfrage zu gefälschten Beauty-Produkten gaben 68,8 % der Verbraucher an, dass eine negative Erfahrung nach dem unwissentlichen Kauf einer Fälschung vor allem auf die betreffende Beauty-Marke zurückfällt. Die Verbraucher sind dann mit der offiziellen Marke unzufrieden, ihr Ruf leidet, und manche teilen ihre negativen Erfahrungen auf Social Media. In Shopping-Hochphasen wie dem Weihnachtsgeschäft stellt das K-Beauty-Marken vor große Herausforderungen und kann auch ihren langfristigen Erfolg gefährden.

Kriminelle Verkäufer wissen genau, wie sie Verbraucher mit gefälschter Kosmetik täuschen

Verbraucher wollen keine Fälschungen, doch kriminelle Verkäufer sprechen sie gezielt an und verleiten sie zum Kauf. Laut dem „Insight-Report zum US-Beauty-Markt“ suchen Verbraucher in den meisten Fällen nicht bewusst nach Fälschungen, sondern werden von kriminellen Verkäufern getäuscht.

Von 500 befragten US-Verbrauchern gaben 70,8 % an, ein Produkt für echt gehalten zu haben, das sich dann als Fälschung herausstellte. Verbraucher meiden gefälschte Beauty-Produkte nicht nur wegen der schlechten Qualität. Im schlimmsten Fall schaden diese Produkte der Gesundheit: In Fälschungen finden sich häufig Schadstoffe wie Blei, Quecksilber und andere Schwermetalle oder Bakterien.

Tatsächlich gaben 30,1 % der Verbraucher, die gefälschte Beauty-Produkte gekauft hatten, an, leichte Hautreizungen oder Beschwerden gehabt zu haben, und 9,1 % litten unter schweren Hautreaktionen oder gesundheitlichen Problemen. Kein Wunder, dass Verbraucher lieber Originale kaufen.

Warum gelangen gefälschte Beauty-Produkte dann trotzdem zu den Verbrauchern?

Weil kriminelle Verkäufer ausgefeilte, hochentwickelte Strategien einsetzen, um Verbraucher zu täuschen. Sie nutzen die Reichweite von Social-Media-Kanälen, verwenden das geistige Eigentum von Beauty-Marken ohne Erlaubnis oder eignen es sich an und treten so auf, als wären sie die offizielle Marke.

Zuerst wecken sie das Interesse der Verbraucher, dann lenken sie sie auf andere Marktplätze oder gefälschte Websites, wo der Kauf abgeschlossen wird. Mit generativer KI schreiben sie in kürzester Zeit gefälschte Kundenbewertungen und lassen Fälschungen beliebt und vertrauenswürdig erscheinen. Tatsächlich gaben 49,8 % der Befragten an, sich vor dem Kauf auf Nutzerbewertungen zu verlassen. Bewertungen sind für Verbraucher ein überzeugendes Kaufkriterium.

Außerdem umgehen kriminelle Verkäufer mit neuesten Techniken wie Cloaking die Überwachung durch Markenschutzlösungen. Mehr zu Cloaking lesen Sie im früheren Beitrag „Neue IP-Risiken für K-Beauty-Marken: Fake-Shops, Fake-Accounts und was dagegen hilft“.

Diese technisch versierten Strategien wirken nach wie vor. Selbst aufmerksame Verbraucher stoßen ganz selbstverständlich auf Fälschungen und kaufen sie, ohne es zu merken.

Bei Fälschungen geben Verbraucher eher der Beauty-Marke die Schuld als den kriminellen Verkäufern

Werden Verbraucher durch gefälschte Beauty-Produkte enttäuscht oder geschädigt, trifft es die offizielle Beauty-Marke am härtesten. Laut dem „Insight-Report zum US-Beauty-Markt: neue Herausforderungen für K-Beauty-Marken“ von MarqVision sahen Verbraucher, die Fälschungen gekauft hatten, die Verantwortung eher bei der Beauty-Marke, der sie vertraut hatten, als bei den kriminellen Verkäufern.

In der Umfrage unter US-Verbrauchern gaben 29,4 % der Befragten an, nach der Erfahrung mit einer Fälschung nie wieder bei der betreffenden Beauty-Marke zu kaufen, und 23,6 % sagten, ihr Vertrauen in die Marke sei gesunken. Der Grund: Verbraucher erwarten von Beauty-Marken hochwertige Originalprodukte. Das zeigt, dass Ruf und Umsatz einer Marke erheblich leiden können – ganz gleich, wer schuld ist.

Verbraucher erwarten also, dass Beauty-Marken sie vor Fälschungen schützen. Wird diese Erwartung enttäuscht, kann auch das Vertrauen in die Marke schlagartig sinken.

In Shopping-Saisons wie dem Weihnachtsgeschäft täuschen kriminelle Verkäufer Verbraucher mit noch raffinierteren Maschen. Vor allem K-Beauty-Marken sind auf dem US-Markt sehr beliebt und deshalb ein bevorzugtes Ziel. Das belastet die Bemühungen, in neuen Märkten Kunden zu gewinnen, ebenso wie bestehende Kundenbeziehungen und stellt K-Beauty-Marken vor große Herausforderungen.

Hinzu kommt: Für diesen Insight-Report wurden nur US-Verbraucher befragt, die wussten, dass sie eine Fälschung gekauft hatten. Wer nicht einmal weiß, dass er ein gefälschtes Beauty-Produkt gekauft hat, ist in der Umfrage nicht enthalten. Vermutlich haben also weit mehr Verbraucher als gedacht unwissentlich gefälschte Beauty-Produkte gekauft. Marken sollten deshalb einkalkulieren, wie enttäuscht und negativ Verbraucher reagieren können, die minderwertige Fälschungen verwendet haben.

Wer an eine Fälschung geraten ist, wendet sich an Social Media

Verbraucher, die merken, dass sie einer Fälschung aufgesessen sind, schweigen nicht, sondern teilen ihre Erfahrung aktiv auf Social Media. Laut der Umfrage machten 26,2 % der Verbraucher, die Fälschungen gekauft hatten, ihre Erfahrung öffentlich und warnten andere. Viele informierten Freunde und Familie direkt, manche warnten über Social Media ein größeres Publikum. Solche Beiträge erhalten schnell Aufmerksamkeit, gehen leicht viral und können ein negatives Bild der Beauty-Marke weit verbreiten.

Verbraucher verlassen sich beim Kauf heute stark auf Bewertungen und Empfehlungen, und zum Jahresende wird Social Media intensiver genutzt. Negative Erfahrungen haben deshalb gerade jetzt noch mehr Gewicht. Das kann nicht nur dem kurzfristigen Umsatz einer Beauty-Marke, sondern auch ihrer langfristigen Glaubwürdigkeit und ihrem Wachstum erheblich schaden.

So schützen Sie Ihre K-Beauty-Marke im Weihnachtsgeschäft

Im Weihnachtsgeschäft müssen vor allem K-Beauty-Marken, die im Ausland sehr beliebt sind, jetzt aktiv handeln. Gefälschte Beauty-Produkte bescheren Verbrauchern nicht nur ein negatives Markenerlebnis, sondern zerstören auch schnell das Vertrauen in Beauty-Marken. Um Marken, Verbraucher und Produkte online wie offline zu schützen, sind schnelle und wirksame Maßnahmen unverzichtbar.

Da auch kriminelle Verkäufer neueste Technologien geschickt für den Verkauf von Fälschungen nutzen, ist künstliche Intelligenz (KI) einer der wirksamsten Ansätze. Marq AI erkennt und blockiert schnell Fälschungen, die nicht nur auf Online-Marktplätzen, sondern auch auf Social Media und in Messenger-Apps vertrieben werden. Gerade in Shopping-Saisons mit großen Aktionen rund um den Jahreswechsel können schlechte Erfahrungen mit Fälschungen dem Ruf einer Marke erheblich schaden. Deshalb braucht es auf allen Kanälen eine schnelle und präzise Reaktion.

MarqVision setzt generative KI ein, um in Echtzeit mit kriminellen Verkäufern zu chatten und Fälschungen zu identifizieren, die auf Social Media verkauft werden. Verdächtige Produkte werden über ein Testkaufprogramm nicht erst nach Wochen, sondern schon nach wenigen Tagen gekauft und geprüft – so können Sie gegen gefälschte Beauty-Produkte vorgehen.

Wenn Sie mehr über den in diesem Beitrag vorgestellten Report zu US-Verbrauchern erfahren möchten, laden Sie den Report hier herunter. Der Report bietet zahlreiche Erkenntnisse zu den wichtigsten Kaufkanälen, beliebten Produkten und Erfahrungen von US-Verbrauchern mit Fälschungen. Wenn Ihre K-Beauty-Marke den Eintritt in den US-Markt plant oder dort bereits aktiv ist, laden Sie ihn jetzt herunter und entwickeln Sie wirksame Gegenstrategien.

Geschrieben von

Irene Lee