Graumarkthändler und Fälschungen: Wie Marvis Korea seine Markenführung neu aufgestellt hat
Graumarkthändler oder Fälschung? So kam Marvis Korea weg von Einzelmeldungen, entfernte über 1.200 Angebote und verkürzte die Reaktionszeit um 70 %.

Auf dieser Seite8
- Wenn das offizielle Produkt in den Suchergebnissen kaum noch zu finden ist
- Graumarkthändler und Fälschungen auseinanderhalten
- Veränderte Verkaufspreise sind ein Signal für Ihr Vertriebsumfeld
- Angebote einzeln zu melden, stößt an Grenzen
- Warum Verkäufer, Kanäle und Verkaufshistorie verknüpft werden müssen
- Wie Marvis Korea von wiederholten Meldungen auf laufende Kontrolle umstellte
- FAQ | Häufige Fragen
- Weniger wiederholte Meldungen, mehr Fokus auf die Markenführung
Die Zahl gelöschter Angebote zeigt, wie viel Sie unternommen haben. Ob sich der Online-Vertrieb dadurch tatsächlich verbessert hat, zeigt sie nicht.
Taucht ein gelöschtes Produkt unter einem anderen Konto oder auf einer neuen Produktseite wieder auf, beginnen Suche, Beweissicherung und Meldung für die Verantwortlichen von vorn. Dann helfen nicht noch mehr manuelle Meldungen, sondern ein System, das Graumarkthändler von Fälschungen unterscheidet und Verkäufer, Kanäle und Verkaufshistorie miteinander verknüpft.
Ein Beispiel dafür ist Marvis Korea. Wir zeigen im Detail, wie das Unternehmen von wiederholten Einzelmeldungen auf eine laufende Kontrolle umgestellt hat.
Das Wichtigste in Kürze
- Wer Angebote nur einzeln meldet, kommt gegen Verkäufer, die mit neuen Konten und auf neuen Kanälen wiederkehren, auf Dauer kaum an.
- Graumarkthändler und Fälschungsverkäufer unterscheiden sich in der Echtheit der Ware und in der Grundlage, auf der Sie vorgehen können. Behandeln Sie sie deshalb von Anfang an getrennt.
- Ein veränderter öffentlicher Verkaufspreis ist noch kein Befund, sondern ein Signal: Prüfen Sie, ob neue Verkäufer aufgetaucht sind oder Verkäufer den Kanal gewechselt haben.
- Erst wenn Verkäufer, Produkte, Kanäle, Verkaufshistorie und frühere Maßnahmen verknüpft sind, lassen sich wiederkehrende Verkaufsmuster erkennen und die Fälle bestimmen, die Vorrang haben.
- Marvis Korea hat über 1.200 rechtsverletzende und nicht offizielle Angebote entfernt und die Arbeitszeit für wiederkehrende Maßnahmen um über 70 % verkürzt.
Wenn das offizielle Produkt in den Suchergebnissen kaum noch zu finden ist
Manchmal erscheinen bei der Suche nach dem Markennamen zuerst Produkte unbekannter Verkäufer statt des offiziellen Shops. Produktbilder, Beschreibungen und öffentliche Verkaufspreise unterscheiden sich von Verkäufer zu Verkäufer, und Verbraucher können kaum noch erkennen, welches Produkt offiziell vertriebene Originalware ist.
Bei der Marke selbst gehen dann Anfragen ein wie „Ist das wirklich Originalware?“, „Wo gibt es das Produkt offiziell?“ oder „Warum unterscheiden sich die Produktinformationen je nach Verkäufer?“. Auch Liefer- oder Qualitätsprobleme bei Produkten, die die Marke gar nicht selbst verkauft hat, können zu negativen Erfahrungen mit der Marke führen.
Die Verantwortlichen beantworten Kundenanfragen und müssen zugleich verdächtige Angebote aufspüren, Verkäuferangaben prüfen und Meldungen an die Plattformen schicken. Doch selbst wenn ein Angebot gelöscht wird, kehrt das Durcheinander in den Suchergebnissen zurück, sobald derselbe oder ein verbundener Verkäufer mit einem neuen Konto auftaucht.
Schlecht sichtbare offizielle Produkte sind also kein reines Problem der Suchplatzierung, sondern ein betriebliches: Kunden finden kaum noch vertrauenswürdige Verkäufer, und selbst das offizielle Kundenerlebnis, das die Marke anstrebt, gerät ins Wanken.
Graumarkthändler und Fälschungen auseinanderhalten
Nicht alle nicht offiziellen Angebote in den Suchergebnissen sind gleich. Graumarkthändler verkaufen Originalware über Vertriebswege, die die Marke nicht direkt steuert. Fälschungsverkäufer dagegen geben nachgemachte Produkte, die Marke oder Design ohne Erlaubnis nutzen, als Originalware aus.
Für Verbraucher sind beide oft kaum vom offiziellen Verkäufer zu unterscheiden. Marken müssen jedoch jeweils andere Informationen prüfen und haben jeweils eine andere Grundlage, um dagegen vorzugehen.
Um Graumarkthändler in den Griff zu bekommen, müssen Sie Verkaufskanäle, Produktzusammenstellung, wiederkehrende Verkaufshistorie und die Beziehung zum offiziellen Vertriebsnetz betrachten. Bei Fälschungen prüfen Sie die Echtheit der Ware und eine mögliche Verletzung von Marken- oder Designrechten und beantragen dann auf Basis Ihrer Schutzrechte, dass die Plattform dagegen vorgeht.
Wer beide Arten in einen Topf wirft, verliert leicht den Überblick, welche Verkäufer warum geprüft werden sollten. Unterscheiden Sie die Verkaufsart daher schon bei der Erkennung, und legen Sie für jede Art eigene Kriterien und eine eigene Maßnahmenhistorie an.
Veränderte Verkaufspreise sind ein Signal für Ihr Vertriebsumfeld
Ändert sich der Preis auf einem Kanal unerwartet, verrät der Preis allein kaum die Ursache.
Prüfen Sie auch, ob ein neuer Verkäufer aufgetaucht ist, ob ein bestehender Verkäufer auf ein anderes Konto oder einen anderen Kanal gewechselt ist oder ob Aktionen oder Lagerbestände den Preis nur vorübergehend bewegt haben.
Der öffentliche Verkaufspreis ist weniger ein Wert, den Sie auf einem bestimmten Niveau halten müssen, als ein Indikator, an dem sich Veränderungen im Online-Vertrieb ablesen lassen. Verknüpfen die Verantwortlichen den Beginn einer Preisänderung mit Daten zu Verkäufern, Produkten und Kanälen, sehen sie, wo die Veränderung begonnen hat und welchen Bereich sie zuerst prüfen sollten.
Entscheidend ist, eine Preisänderung nicht vorschnell als Problem zu werten. Erst wenn Sie betrachten, welche Verkäufer zu diesem Zeitpunkt aktiv waren und ob es auf anderen Kanälen ähnliche Bewegungen gab, lassen sich vorübergehende Schwankungen von wiederkehrenden Verkaufsmustern unterscheiden.
Angebote einzeln zu melden, stößt an Grenzen
Die manuelle Bearbeitung läuft meist nach demselben Muster ab.
Verantwortliche suchen auf der Plattform nach Marken- und Produktnamen und prüfen verdächtige Verkaufsseiten und Verkäuferinformationen. Danach erstellen sie Screenshots, bereiten Nachweise vor und füllen für jede Plattform ein eigenes Meldeformular aus. Auch Nachforderungen und Ergebnisse müssen sie einzeln verfolgen.
Das Problem beginnt nach der Löschung des Angebots.
Ändert derselbe oder ein verbundener Verkäufer Kontonamen und Produktseite, wirkt das für Verantwortliche wie ein neues Problem. Manche weichen auf eine andere Plattform aus oder stellen Produkte zu Zeiten ein, in denen niemand sofort nachsehen kann, und löschen sie wieder.
Jedes Mal beginnen Suche, Nachweise und Meldung von vorn. Die Zahl bearbeiteter Angebote steigt, doch es bleibt immer weniger Zeit, die Muster wiederkehrender Verkäufer zu verstehen oder Kundenerlebnis und Kanalbetrieb zu verbessern.
Angebote einzeln zu bearbeiten, bleibt notwendig. Wer wiederkehrende Verkäufe eindämmen will, muss aber auch die Verkäufer hinter den Angeboten und ihre bisherigen Aktivitäten betrachten.
Warum Verkäufer, Kanäle und Verkaufshistorie verknüpft werden müssen
Auch Verkäufer, die wie voneinander unabhängige Konten wirken, haben oft Gemeinsamkeiten, etwa bei E-Mail, Kontaktdaten, Firmenname oder Geschäftssitz.
Nimmt man verkaufte Produkte, aktive Kanäle, Einstellzeitpunkte, Änderungen des öffentlichen Verkaufspreises und frühere Maßnahmen hinzu, lässt sich konkreter prüfen, ob ein Verkäufer sein Konto gewechselt hat oder auf einen anderen Kanal ausgewichen ist. Bei Bedarf lässt sich der Prüfumfang durch einen Abgleich mit den Daten der Marke zu offiziellem Vertriebsnetz und Geschäftspartnern weiter eingrenzen.
Marq AI erkennt markenbezogene Angebote auf vielen Kanälen und hilft den Verantwortlichen, die Fälle effizient zu bearbeiten, die geprüft werden müssen oder gegen die vorzugehen ist.
Mit dem Brand Intelligence Agent fragen Sie auf Basis der gesammelten Daten in natürlicher Sprache ab, welche Verkäufer wiederkehren, welche Konten verbunden sein könnten, wer den Kanal gewechselt hat und welche Maßnahmen es bereits gab.
Beispielfragen an den Brand Intelligence Agent
- Liste die Verkäufer auf, die wieder aufgetaucht sind, nachdem wir zuletzt gegen sie vorgegangen sind.
- Finde Konten, die dieselben Kontaktdaten oder Unternehmensangaben nutzen.
- Zeige, auf welchen Kanälen und in welchem Zeitraum ein bestimmter Verkäufer aktiv war.
- Prüfe wiederkehrende Muster von Verkäufern, die am Wochenende Angebote einstellen und wieder verschwinden.
- Liste nach Zahl der Wiederholungen und Ergebnis früherer Maßnahmen auf, welche Fälle zuerst geprüft werden sollten.
Es kommt dabei nicht nur darauf an, viele Daten zu sammeln. Sie müssen die Beziehungen zwischen Produkten, Verkäufern, Kanälen, Preisen und früheren Maßnahmen festhalten, damit Sie entscheiden können, was als Nächstes zu prüfen ist.
Wie Marvis Korea von wiederholten Meldungen auf laufende Kontrolle umstellte
Marvis Korea ist der offizielle Importeur und Vertriebspartner der Premium-Zahnpastamarke Marvis in Korea. Eine wichtige Aufgabe des Online-Teams ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Kunden offiziell vertriebene Produkte mit gutem Gewissen kaufen können.
Vor der Einführung von Marq AI suchten die Verantwortlichen selbst nach dem Markennamen, fanden verdächtige Produkte, prüften den Zusammenhang zwischen Verkäufern und Produkten und erstellten auch die Meldungen von Hand. Jede Plattform und jede Behörde verlangte ein anderes Meldeverfahren, und Nachweise wie Kaufbelege, Sendungsnummern und Vollmachten mussten selbst vorbereitet werden.
In Spitzenzeiten kosteten diese wiederkehrenden Maßnahmen mehr als 3–4 Stunden pro Tag. Und selbst nach der Löschung eines Angebots begann die Arbeit von vorn, sobald der Verkäufer mit einem neuen Konto oder einer neuen Produktseite auftauchte.
Statt zusätzliches Personal für weitere manuelle Meldungen einzusetzen, entschied sich Marvis Korea für eine Arbeitsweise auf Basis von Marq AI, in der Erkennen, Prüfen, Vorgehen und Dokumentieren ineinandergreifen.
Die Verantwortlichen prüfen die auf vielen Kanälen erkannten Angebote jetzt an einem Ort und handeln bei Bedarf. Außerdem identifizieren sie anhand von Informationen wie E-Mail, Kontaktdaten und Firmenname wiederkehrende Verkäufer und möglicherweise verbundene Konten und nutzen die entsprechenden Daten und Berichte auch in der Kommunikation mit den Ansprechpartnern der Plattformen.
Das Ergebnis: Über 1.200 rechtsverletzende und nicht offizielle Angebote wurden entfernt, und die Arbeitszeit für wiederkehrende Überwachung und Meldungen sank um über 70 %.
Der größte Gewinn war aber nicht nur das Tempo. Mit weniger Routinearbeit kann sich das Online-Team stärker auf Aufgaben konzentrieren, die direkt zum Markenwachstum beitragen: Aktionsplanung, Ideen für Pop-ups, Verkaufsstrategien für einzelne Plattformen und ein besseres Kundenerlebnis.
FAQ | Häufige Fragen
F: Wie unterscheidet sich das Vorgehen gegen Graumarkthändler und Fälschungsverkäufer?
Graumarkthändler verkaufen Originalware außerhalb des offiziellen Vertriebsnetzes. Zu prüfen sind daher Vertriebsweg, Verkäuferaktivität, Plattformrichtlinien und einzelne Verstöße. Bei Fälschungen prüfen Sie die Echtheit der Ware und eine mögliche Verletzung von Marken- oder Designrechten und beantragen dann auf Grundlage Ihrer Schutzrechte, dass die Plattform dagegen vorgeht.
F: Wie erkennt man, ob ein Verkäufer, gegen den wir vorgegangen sind, mit einem anderen Konto zurückkehrt?
Allein anhand des Kontonamens lässt sich kaum feststellen, ob es sich um denselben Verkäufer handelt. Informationen wie E-Mail, Kontaktdaten, Firmenname, Standort, verkaufte Produkte und Aktivitätszeitpunkte müssen verknüpft und auf Gemeinsamkeiten geprüft werden. Wer zusätzlich frühere Maßnahmen dokumentiert, kann Konten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut verkaufen, vorrangig prüfen.
F: Lassen sich Vertriebsprobleme allein an Änderungen des öffentlichen Verkaufspreises erkennen?
Eine Preisänderung ist ein Signal, dem Sie nachgehen sollten, aber noch kein Befund. Erst wenn Sie zugehörige Daten wie Verkäuferzusammensetzung, Aktivitätszeitpunkte, Kanalwechsel und Aktionen betrachten, lässt sich der Hintergrund einer Veränderung konkret verstehen.
Weniger wiederholte Meldungen, mehr Fokus auf die Markenführung
Gegen Angebote vorzugehen, ist notwendig, aber kein Selbstzweck. Erst wenn Sie verknüpfen, ob derselbe Verkäufer mit neuen Konten und auf neuen Kanälen zurückkehrt, was sich nach früheren Maßnahmen verändert hat und welches Ziel zuerst geprüft werden sollte, lässt sich die Routinearbeit verringern.
Marvis Korea ist von manuellen Maßnahmen gegen einzelne Angebote zu einer laufenden Kontrolle auf Basis von Verkäufern und Verkaufshistorie übergegangen. So wurden über 1.200 rechtsverletzende und nicht offizielle Angebote entfernt und die Arbeitszeit für wiederkehrende Maßnahmen um über 70 % verkürzt. Das Online-Team kann sich wieder auf das Markenwachstum konzentrieren: auf Aktionen, Plattformbetrieb und Kundenerlebnis.
Erfahren Sie im Detail, wie Marvis Korea von wiederholten Meldungen wegkam und sein Online-Vertriebsumfeld heute kontinuierlich steuert.
