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Wie schützt Amazon das geistige Eigentum von Marken?

Amazons Markenschutzprogramme im Überblick: Brand Registry, Project Zero, Counterfeit Crimes Unit, IP Accelerator und A-to-Z-Garantie.

Ryan Williams4 Min. Lesezeit
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  1. Amazons Markenschutzinitiativen: eine Zeitleiste
  2. Welche Verantwortung tragen Marken auf Amazon?

Amazons unermüdlicher Kampf gegen Fälscher hat zu mehreren Programmen geführt, die Kunden vor gefälschten Produkten schützen und zugleich das geistige Eigentum der Marken auf der Plattform sichern sollen.

Vom innovativen Brand-Registry-Programm bis zur schlagkräftigen Counterfeit Crimes Unit hat Amazon gezeigt, dass es entschlossen handelt, um Marken und Verbraucher gleichermaßen zu schützen. Allein im vergangenen Jahr konnte Amazon sechs Millionen gefälschte Produkte von seiner Plattform entfernen.

„Wir entwickeln fortschrittliche Technologien, einschließlich Modellen des maschinellen Lernens, um kriminelle Akteure und problematische Angebote zu erkennen und zu stoppen. Wir schützen Marken und Kunden, indem wir unsere Schutzmaßnahmen ständig weiterentwickeln, in sie investieren und sie verbessern.“ – Amazon

In diesem Artikel betrachten wir die Initiativen, mit denen Amazon den Markenschutz vorangetrieben hat, und geben Unternehmen Tipps, wie sie ihren Markenschutz auf dem Amazon-Marktplatz verstärken können.

Amazons Markenschutzinitiativen: eine Zeitleiste

Nachdem Amazon das Auftreten und das anschließende explosive Wachstum gefälschter Produkte auf seiner Plattform erkannt hatte, entwickelte das Unternehmen eigene Projekte, um den Markenschutz zu stärken.

Von der Unterstützung bei der Markenanmeldung über vertrauensvolle Beziehungen zu wichtigen Marken bis zur Zusammenarbeit mit internationalen Strafverfolgungsbehörden bei Einsätzen gegen Produktpiraterie hat Amazon bewiesen, dass es den Verkauf gefälschter Waren auf seiner Plattform wirklich beenden will.

Hier die wichtigsten Markenschutzinitiativen von Amazon im Überblick.

2016 – Brand Registry

2016 unternahm Amazon mit dem Start des Brand-Registry-Programms den ersten großen Schritt gegen Produktpiraterie. Es soll Inhabern eingetragener Marken helfen, ihre IP-Rechte auf den Amazon-Marktplätzen zu schützen. Im Grunde ermöglicht das Programm Marken, auf der Plattform Flagge zu zeigen.

Wer sein geistiges Eigentum auf Amazon beanspruchte, erhielt Zugang zu einem reibungslosen Meldesystem für gefundene Rechtsverletzungen. Weil die Marke nun im Amazon-Ökosystem als vertrauenswürdig galt, hatten diese Meldungen mehr Gewicht als zuvor, und Unternehmen gewannen erstmals Kontrolle über ihr eigenes geistiges Eigentum.

Das Programm bot auch ein gewisses Maß an automatisiertem Schutz. Weil Marken der Plattform Daten zur Verfügung stellten, konnte Amazon Angebote, die das geistige Eigentum von Marken verletzen, schon vor der Veröffentlichung entfernen.

Mehr dazu finden Sie in MarqVisions umfassendem Leitfaden zur Amazon Brand Registry.

2019 – Project Zero

Project Zero sollte den IP-Schutz auf der Plattform auf die nächste Stufe heben. Während die Brand Registry erste einfache Automatisierungen einführte, war Project Zero ein großer technologischer Schritt nach vorn: Maschinelles Lernen entfernt mutmaßlich gefälschte Produkte automatisch von der Plattform. Nach eigenen Angaben prüft Amazon mit diesem Programm täglich über 8 Milliarden Produktangebote.

Ein weiteres zentrales Element von Project Zero war das Self-Service-System zur Entfernung. Amazon brachte den teilnehmenden Marken großes Vertrauen entgegen und gab ihnen die Möglichkeit, rechtsverletzende Angebote ohne Rücksprache mit Amazon selbst zu entfernen. Das Programm stand Marken offen, die nachweislich präzise Meldungen gefälschter Waren eingereicht hatten.

Drittens führte Project Zero ein System zur Produktserialisierung ein. Damit konnten Marken ihren Produkten einen eindeutigen Code hinzufügen und die Echtheit auf Ebene jeder einzelnen Einheit sicherstellen. Amazon hatte mit Problemen durch das Vermischen von Produkten in den Lagern zu kämpfen, und dies war die Lösung: eine abschließende, von der Marke bestätigte Prüfung, bevor Produkte an Endkunden versandt werden.

2020 – Counterfeit Crimes Unit

Amazons Counterfeit Crimes Unit (CCU) wurde 2020 ins Leben gerufen, um den Markenschutz weiter voranzutreiben als je zuvor. Amazon holte Marken, Kunden und Strafverfolgungsbehörden an einen Tisch, um gemeinsam große Fälscherringe zu zerschlagen, und stellte dafür ein globales Team aus ehemaligen Bundesstaatsanwälten, erfahrenen Ermittlern und Datenanalysten zusammen.

Im vergangenen Jahr gelang dem Programm ein großer Erfolg: Die CCU arbeitete mit Strafverfolgungsbehörden und großen Marken wie BMW, Puma, Lacoste und anderen zusammen, um drei große Fälschernetzwerke in China zu zerschlagen. Dabei wurde eine Viertelmillion gefälschter Produkte beschlagnahmt, und die Anführer der Ringe wurden von den örtlichen Büros für öffentliche Sicherheit festgenommen.

2020 – IP Accelerator

Amazon ließ nicht lange auf sein nächstes Markenschutzprogramm warten, den IP Accelerator. Das Programm bringt Marken mit vertrauenswürdigen Kanzleien zusammen, die versprechen, Markeneintragungen innerhalb weniger Tage abzuschließen. Für viele unserer Leser, die die Markenanmeldung als schleppend oder gar mühsam erlebt haben, könnte der IP Accelerator die Spielregeln komplett ändern.

Der IP Accelerator hilft nicht nur bei der Anmeldung, sondern bietet teilnehmenden Marken auch einen beschleunigten Zugang zur Brand Registry. Normalerweise setzt die Aufnahme in die Brand Registry eine abgeschlossene Markeneintragung voraus, doch über den IP Accelerator können sich Unternehmen bereits während des laufenden Anmeldeverfahrens registrieren.

2021 – Ausweitung der A-to-Z-Garantie

Ende 2021 kündigte Amazon eine wichtige Änderung der A-to-Z-Garantie an, die für Verkäufer erhebliche Neuerungen brachte. Sie betreffen vor allem den Umgang mit Ansprüchen wegen Sach- und Personenschäden durch fehlerhafte Produkte sowie die Anforderungen an eine Produkthaftpflichtversicherung.

Als Vermittler zahlt Amazon Kundenansprüche wegen fehlerhafter Produkte unter 1.000 US-Dollar nun selbst, sodass Verkäufer die Kunden nicht mehr direkt entschädigen müssen. Diese deutliche Verschiebung der Verantwortung entlastet seriöse Verkäufer, die nun nicht mehr für das Handeln von Fälschern einstehen müssen, die ihre Marke ins Visier nehmen. Gleichzeitig bleiben Kundenzufriedenheit und null Toleranz gegenüber Fälschungen im Fokus.

Welche Verantwortung tragen Marken auf Amazon?

Amazons Einsatz für den Markenschutz auf der eigenen Plattform verdient durchaus Anerkennung. Das heißt aber nicht, dass sich Marken zurücklehnen und den Schutz ihrer Marke Amazon überlassen können. Unternehmen tragen den Großteil der Verantwortung für ihren Markenschutz weiterhin selbst, auch auf dem Amazon-Marktplatz.

Was also müssen Marken tun, um auf Amazon geschützt zu sein?

1 – Geistiges Eigentum eintragen lassen

Der wichtigste Schritt zum Schutz Ihres geistigen Eigentums auf Amazon ist, es vollständig eintragen zu lassen und richtig zu verwalten. Die Eintragung von Marken, Urheberrechten und Patenten ist der erste rechtliche Schutz gegen Produktpiraterie und stärkt die Abwehr Ihrer Marke gegen Fälscher. Ohne eingetragenes geistiges Eigentum ist Markenschutz für Unternehmen letztlich ein aussichtsloser Kampf.

MarqFolio vereinfacht diesen Prozess und hilft Marken, ihre IP-Rechte effizient anzumelden und zu verwalten. Mit den umfassenden Tools und der Beratung von MarqFolio können Sie die Werte Ihrer Marke eintragen und sichern und ein starkes, langfristiges Fundament für Ihren Markenschutz auf Amazon schaffen.

2 – An Amazons Programmen teilnehmen

Amazon hat verschiedene Markenschutzprogramme eingeführt. Damit Marken den größten Nutzen daraus ziehen, sollten sie sich aktiv daran beteiligen.

Wer an Programmen wie Brand Registry, Project Zero und IP Accelerator teilnimmt, erhält Zugang zu besseren Meldesystemen, automatisierten Schutzmechanismen und beschleunigten Markenanmeldungen. Eine proaktive Beteiligung zeigt Ihr Engagement für den Markenschutz und stärkt Ihre Partnerschaft mit Amazon im Kampf gegen Fälschungen.

3 – Die eigene Marke auf Amazon schützen

Marken müssen die Verantwortung für ihren Markenschutz auf Amazon selbst übernehmen. Eine vollständige Markenschutzstrategie umfasst die Überwachung von Produktangeboten, Kundenbewertungen und Verkäuferaktivitäten, um nicht autorisierte Händler, gefälschte Produkte und andere IP-Verletzungen zu erkennen.

Wer eingetragenes geistiges Eigentum, die aktive Teilnahme an Amazons Programmen und die Unterstützung eines seriösen Markenschutzdienstes kombiniert, baut eine starke Abwehr gegen Fälscher auf und sichert die Integrität seiner Marke auf dem Amazon-Marktplatz.

Schützen Sie Ihr geistiges Eigentum, verbünden Sie sich mit Amazon und nehmen Sie Ihren Markenschutz selbst in die Hand.

Geschrieben von

Ryan Williams