Graumarkt bedroht Marktplätze und Verbraucher: Warum ist das Problem so schwer zu lösen?
Inoffizielle Verkäufer und Graumarkt schaden dem Ruf von Marktplätzen und den Verbrauchern. Warum Marktplätze das Problem nicht ganz lösen: Ursachen und Grenzen.

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Das Wichtigste aus diesem Beitrag im Überblick:
Warum Marktplätze kaum gegen Graumarkt (nicht autorisierter Handel) und inoffizielle Verkäufer vorgehen können
Ständig neue Verkäufer und Produkte einzeln zu prüfen, ist praktisch unmöglich. Zudem wirkt sich die Vielfalt der Verkäufer direkt auf den Umsatz des Marktplatzes aus, weshalb Plattformen nur schwer hart durchgreifen.Was passiert, wenn niemand gegen inoffizielle Verkäufer vorgeht
- Das Kundenerlebnis verschlechtert sich,
- die rechtlichen Risiken für Marken und Marktplätze steigen, und
- das Vertrauen in die Marke leidet, sodass langfristig Kunden verloren gehen können.
Der MarqVision-Blog behandelt ausführlich das Problem des Graumarkts (nicht autorisierter Handel), mit dem Marken aus den Bereichen F&B, FMCG, Nahrungsergänzungsmittel und Tiernahrung im Online-Markt konfrontiert sind. Im letzten Beitrag ging es um das Wachstum des koreanischen E-Commerce-Markts und die damit verbundenen Probleme. Diesmal behandeln wir ausführlich die Probleme, die Marktplätzen durch die stark wachsende Zahl inoffizieller Verkäufer entstehen, den Schaden für Verbraucher und warum Marktplätze nicht dagegen vorgehen.
Mit dem rasanten Wachstum des Online-Markts breitet sich der Graumarkt (nicht autorisierter Handel) über die Modebranche hinaus schnell auf Marken aus den Bereichen F&B, FMCG, Nahrungsergänzungsmittel und Tiernahrung aus. Vor allem bei regelmäßig gekauften Produkten und Produkten, die verzehrt oder direkt angewendet werden, nehmen inoffizielle Verkäufer und Weiterverkauf explosionsartig zu. Das verursacht nicht nur Umsatzverluste für Marken, sondern gefährdet auch Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher.
Die Kaufwege der Verbraucher sind heute klarer als früher. Mehr Menschen suchen online nach Produkten, vergleichen Preise und kaufen zum niedrigsten Preis. Entsprechend sind viele Systeme des Preiswettbewerbs entstanden, etwa die Buy Box von Amazon, die Tiefstpreisstrategie von Temu und Alibaba und die dynamische Preisgestaltung von Coupang.
Je härter der Preiswettbewerb, desto leichter haben es jedoch Graumarkthändler. Verbraucher können offizielle Markenkanäle und inoffizielle Verkäufer kaum unterscheiden und kaufen oft einfach zum „günstigeren Preis“. Laut einem Report von Opensurvey nennen Verbraucher das Vertrauen in die Marke als wichtigsten Kauffaktor, an zweiter Stelle das Vertrauen in den Vertriebskanal. Neben dem Preis zählt also das Vertrauen in Marke und Marktplatz. Nimmt minderwertige Graumarktware zu, droht jedoch nicht nur das Vertrauen in die Marke, sondern auch in den Marktplatz einzubrechen.
Der Graumarkt (nicht autorisierter Handel) geht über reinen Preiswettbewerb hinaus und erschüttert Kundenerlebnis, Markenwert und das Vertrauen in Marktplätze. Warum gehen Marktplätze also nicht gegen inoffizielle Verkäufer und den Graumarkt vor? Dieser Beitrag liefert tiefere Einblicke.
Warum Marktplätze inoffizielle Verkäufer kaum in den Griff bekommen

1. Ständig neue Verkäufer
Auf Marktplätzen registrieren sich jeden Tag unzählige neue Verkäufer. Die meisten Marktplätze prüfen Verkäufer vor der Registrierung grundlegend, doch diese Prüfung wird oft umgangen, und inoffizielle Verkäufer lassen sich kaum vollständig fernhalten. Vor allem weil die Zahl der Verkäufer explosionsartig wächst, ist es praktisch unmöglich, alle einzeln zu prüfen und zu steuern.
2. Unklare Grundlage für Maßnahmen
Wer gegen inoffizielle Verkäufer vorgehen will, braucht eine klare Grundlage, doch ob eine Ware echt ist und ob ein Verkäufer offiziell ist, lässt sich nicht sofort feststellen. Offizielle Markenshops, Parallelimporteure und inoffizielle Verkäufer sind bunt gemischt, und auch Marktplätze können sie nur begrenzt unterscheiden. Zudem behaupten Verkäufer oft, ihre Produkte seien echt, was hartes Durchgreifen häufig erschwert.
3. Die wirtschaftliche Struktur von Marktplätzen
Laut Daten von Amazon stammen mehr als 60 % des Umsatzes von Drittanbietern. Dazu gehören Vertragshändler, Wiederverkäufer und auch inoffizielle Verkäufer. Für einen Marktplatz bringt eine Vielfalt an Verkäufern mehr Umsatz, deshalb ist es schwer, inoffizielle Verkäufer konsequent auszuschließen. Weil Marktplätze Verbrauchern günstigere Preise bieten wollen, entsteht zudem ein Umfeld, in dem die Aktivitäten vieler Verkäufer bis zu einem gewissen Grad geduldet werden müssen.
Aus diesen Gründen schließen Marktplätze inoffizielle Verkäufer nicht vollständig aus, sondern dulden sie teilweise, damit Verbraucher günstiger kaufen können. Für Marken ist es daher unverzichtbar, eine eigene Strategie zu entwickeln.
Wie sich der Graumarkt (nicht autorisierter Handel) auf Marken und Marktplätze auswirkt

Der Graumarkt (nicht autorisierter Handel) verursacht nicht nur wirtschaftliche Verluste für Marken, sondern kann auch Marktplätzen schwer schaden. Welche Probleme entstehen Marktplätzen durch inoffizielle Verkäufer?
Schlechteres Kundenerlebnis
Auf Marktplätzen mit weit verbreitetem Graumarkt (nicht autorisierter Handel) mischen sich Originale und Fälschungen, und Verbraucher sind verunsichert. Manche Verkäufer behaupten fälschlich, für ihre Produkte gebe es offiziellen Kundendienst, und zerstören so das Vertrauen der Verbraucher.
Besonders bei Lebensmitteln und Getränken (F&B) kann das größere Probleme verursachen. Werden Produkte kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums oder mit unklarem Lagerzustand vertrieben, können Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher gefährdet sein. Machen Verbraucher, die dem Marktplatz vertraut haben, wiederholt negative Erfahrungen, steigen Kundenanfragen und Bearbeitungsaufwand, negative Bewertungen häufen sich, und die operativen Ressourcen werden zusätzlich belastet.
Höhere rechtliche Risiken
Qualitätsprobleme oder Schäden für Verbraucher durch den Graumarkt (nicht autorisierter Handel) können nicht nur für Marken, sondern auch für Marktplätze eine rechtliche Haftung nach sich ziehen. Verkauft ein inoffizieller Verkäufer Fälschungen oder schadet ein abgelaufenes Produkt der Gesundheit von Verbrauchern, drohen über den Imageschaden hinaus sehr wahrscheinlich Rechtsstreitigkeiten.
Außerdem leidet das Vertrauen in den Marktplatz zwangsläufig weiter, wenn geschädigte Verbraucher das Problem auf Social Media, in Communitys oder in den Nachrichten öffentlich machen. Um das zu verhindern, braucht es aktive Überwachung, eine Gegenstrategie und konsequentere Maßnahmen gegen den Graumarkt (nicht autorisierter Handel).
Schwächere Beziehungen zwischen Marken und Marktplätzen
Marken, die Verträge mit Marktplätzen haben und dort offiziell verkaufen, werden durch den Graumarkt (nicht autorisierter Handel) direkt geschädigt. Inoffizielle Verkäufer bieten Produkte günstiger an als der offizielle Shop, und der offizielle Markenshop rutscht in den Suchergebnissen nach unten. Dadurch verliert die Marke die Chance, Verbrauchern Originalware direkt anzubieten, und Vertrauen und Rentabilität leiden. Hält der nicht autorisierte Handel an, fordern Marken vom Marktplatz entschlossene Maßnahmen. Bleiben diese unzureichend, überprüfen sie womöglich ihre Verträge oder wechseln zu neuen Verkaufskanälen.
Marktplätze stehen vor der schwierigen Aufgabe, inoffizielle Verkäufer zu steuern und zugleich wettbewerbsfähige Preise für Verbraucher zu halten. Hält der nicht autorisierte Handel jedoch an, nehmen Marken, Verbraucher und Marktplätze gleichermaßen Schaden.
Wie können Marken das Problem des Graumarkts (nicht autorisierter Handel) also lösen? Im nächsten Beitrag im MarqVision-Blog zeigen wir im Detail, wie Sie wirksam gegen den Graumarkt vorgehen, der Marktplätze und Verbraucher bedroht.
Welche Schäden durch den Graumarkt (nicht autorisierter Handel) erleben F&B-Marken?
Sehen Sie sich viele Schadensfälle in unserem früheren Blogbeitrag an und prüfen Sie in einer kostenlosen Demo, wie es um Ihre Marke steht. Bei der 7-tägigen kostenlosen Überwachung durch MarqVision verschaffen wir uns einen Überblick über die inoffiziellen Verkäufer Ihrer Marke und beraten Sie individuell. Melden Sie sich jetzt an.
