TikTok-Verbot? Wie Marken Umsatz und geistiges Eigentum trotz Unsicherheit in den USA schützen
Wie ein US-Verbot von TikTok Umsatz und IP von Marken treffen könnte – plus Tipps, wie Sie Social-Media-Kanäle streuen und die IP-Überwachung stärken.

Vergangene Woche lehnte ein US-Bundesberufungsgericht den Eilantrag von TikTok ab, ein Gesetz vorläufig zu stoppen: Der chinesische Mutterkonzern ByteDance muss die äußerst beliebte App bis zum 19. Januar verkaufen, sonst droht ein Verbot. Ein solches Verbot hätte erhebliche Folgen für Markeninhaber.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), vor allem in der Beauty-Branche, könnten besonders hart getroffen werden, denn gerade sie setzen bei Nutzerbindung und Umsatzwachstum am stärksten auf die Plattform. So können sich Marken schon heute schnell anpassen, um ihre Marktpräsenz zu halten und ihr geistiges Eigentum zu schützen, falls TikTok nächsten Monat aus den App-Stores in den USA verschwindet:
1. Zielgruppenbindung auf alternativen Plattformen halten oder neu aufbauen
Angesichts eines möglichen TikTok-Verbots in den USA müssen Marken ihre Präsenz womöglich proaktiv auf alternative Plattformen wie Instagram und YouTube ausweiten und dort pflegen. Dafür müssen sie Ressourcen und Investitionen, auch für bezahlte Werbung, auf verschiedene Plattformen umverteilen, um bestehende Kunden erneut zu erreichen und neue Zielgruppen zu gewinnen. Laut einer Umfrage von Fohr, einer auf Micro-Influencer spezialisierten Talentplattform und Marketingagentur, vom Mai sehen 68 % der Creator Instagram als besten Ort, um ihr Publikum bei einem Verbot mitzunehmen, gefolgt von YouTube mit 23 %.
TikTok hat in den USA über 170 Millionen monatliche Nutzer. Ein theoretischer Wechsel auf andere Plattformen müsste daher strategisch geplant werden, damit Marken ihre bisherige Interaktionsrate wieder erreichen.
2. IP-Verletzungen auf allen Social-Media-Plattformen stärker überwachen
Wandern Inhalte von TikTok auf Plattformen ab, auf denen Creator bisher weniger aktiv waren, dürfte das eine Welle nutzergenerierter Inhalte auslösen. Damit steigt das Risiko von IP-Verletzungen, auch durch gefälschte Produkte, die auf Verbraucher in den USA zielen. Marken müssen ihre Überwachungs- und Durchsetzungsmechanismen auf allen relevanten Plattformen verstärken, um ihre Werte zu schützen und das Vertrauen der Verbraucher zu erhalten.
3. Die globalen Kanäle von TikTok weiter im Blick behalten
Unabhängig von einem möglichen Verbot in den USA wird TikTok in anderen Regionen weiter erfolgreich sein – und Verletzer könnten ausnutzen, dass US-Marken dort weniger genau hinsehen. Eine konsequente Überwachung der globalen Plattformen von TikTok ist entscheidend, um die unerlaubte Nutzung geistigen Eigentums zu verhindern und die Integrität der Marke in allen Märkten zu schützen.
Strategische Empfehlungen für Markeninhaber
Der Ausgang ist noch offen. Markeninhaber sollten ihre Social-Media-Strategie nicht wegen dieses Urteils ändern, sondern es als Gelegenheit nutzen, bewährte Branchenpraktiken umzusetzen:
- Social-Media-Präsenz streuen: Entwickeln Sie eine umfassende Social-Media-Strategie über mehrere Plattformen, um die Risiken der Abhängigkeit von einem einzigen Kanal zu verringern.
- Verbraucher aufklären: Informieren Sie Kunden und aktuelle TikTok-Follower über neue offizielle oder autorisierte Kaufkanäle, um Verwirrung zu vermeiden.
- In fortschrittliche Überwachungstools investieren: Nutzen Sie ausgereifte Technologien, um Markenmissbrauch durch Dritte und IP-Verletzungen gleichzeitig auf verschiedenen Plattformen zu erkennen und anzugehen.
- Mit Rechtsexperten zusammenarbeiten: Ziehen Sie auf geistiges Eigentum spezialisierte Juristen hinzu, um die Komplexität der Durchsetzung in verschiedenen Rechtsordnungen zu bewältigen.
Das mögliche TikTok-Verbot unterstreicht, dass Marken in ihrem digitalen Marketing und Markenschutz agil und proaktiv bleiben müssen. Wer Veränderungen vorwegnimmt und starke Maßnahmen umsetzt, kann weiter erfolgreich sein und seinen Ruf in einer sich wandelnden digitalen Landschaft wahren.
Sie möchten mehr darüber erfahren, wie sich ein mögliches TikTok-Verbot auf Ihr Unternehmen auswirken könnte und wie Sie Marke und Umsatz in der Übergangszeit schützen? Dann seien Sie bei unserem kommenden Webinar dabei. Wir veranstalten außerdem Sessions zu neuen KI-Tools, IP-Durchsetzung auf Marktplätzen und mehr. Melden Sie sich über den Link unten für unseren Newsletter an, und registrieren Sie sich als Erste für diese Webinare, sobald die Anmeldung startet.
