Zum Inhalt springenNeuStellen Sie eine Frage. Der Brand Intelligence Agent antwortet mit dem nächsten Schritt.Mehr erfahren

Erkenntnisse von Lush und Shopee zum Kampf gegen Fälschungen und Identitätsmissbrauch

Wie Lush und Shopee Fälschungen und Identitätsmissbrauch im Beauty-E-Commerce bekämpfen: Strategien für Kosmetikmarken und wie KI den Markenschutz 2025 verändert.

Christina KimFormer Global Head of Marketing4 Min. Lesezeit
Auf dieser Seite5
  1. 1. Beauty-Marken besser schützen: Verbraucheraufklärung und proaktive Durchsetzung
  2. 2. Die wachsende Bedrohung durch Identitätsmissbrauch
  3. 3. „Es gibt immer einen Ansatzpunkt“: die richtige Strategie gegen Fälscher finden
  4. 4. Das Markenschutz-Playbook von Shopee: Was sich 2025 ändert
  5. 5. KI-gestützter Schutz für Beauty-Marken mit MarqVision

Erkenntnisse von Lush und Shopee zum Kampf gegen Fälschungen und Identitätsmissbrauch

Wie Beauty-Marken auf E-Commerce-Marktplätzen die Kontrolle zurückgewinnen

Der Boom des E-Commerce war ein Segen für Beauty-Marken – aber auch ein Spielplatz für Fälscher. Anders als bei Mode sind gefälschte Kosmetika schwer zu erkennen, und die Durchsetzung wird zum mühsamen Kampf.

In unserem jüngsten MarqVision-Webinar „Marketplace IP Challenges & Progress: A Conversation Between Lush and Shopee“ sprachen Gabriela Felix Francisco (Unternehmensjuristin bei Cosmetic Warriors, Inhaberin der Marke LUSH) und das Markenschutzteam von Shopee (Camille Licup und Tianyu Shen) mit uns über die größten Herausforderungen des Markenschutzes im Beauty-E-Commerce – und darüber, was im Kampf dagegen wirklich hilft.

1. Beauty-Marken besser schützen: Verbraucheraufklärung und proaktive Durchsetzung

  • Immer mehr gefälschte Beauty-Produkte und ein wachsender Anteil von Online-Käufen stellen Marken und Verbraucher vor Herausforderungen. Die Durchsetzung hat mit diesem Trend jedoch nicht Schritt gehalten. Die Daten von Shopee zeigen: 44 % der Marken, die das IP-Portal nutzen, sind Beauty-Marken, sie stehen aber nur für 14 % aller Meldungen. Mode stellt dagegen nur 16 % der Markeninhaber im Portal, aber die Hälfte aller Meldungen. Dieses Missverhältnis zeigt, dass Beauty-Marken ihr geistiges Eigentum proaktiver schützen müssen.

  • Gefälschte Beauty-Produkte sind schwerer vom Original zu unterscheiden. Bei Mode verraten sich Fälschungen oft durch billige Materialien, falsch geschriebene Logos und fehlerhafte Nähte und werden stark reduziert verkauft. Gefälschte Beauty-Produkte dagegen sehen echten oft zum Verwechseln ähnlich – und kosten fast genauso viel. So bleiben sie meist unentdeckt, bis Kunden die negativen Folgen zu spüren bekommen.

  • Das macht es auch schwerer, viele gefälschte Beauty-Produkte auf Basis von Markenrechten zu melden. Während Modemarken sich bei 95 % ihrer Meldungen auf Markenrechte stützen, tun Beauty-Marken das nur in 70–80 % der Fälle und gehen meist kreativere, alternative Wege.

  • Wer Aufklärung mit proaktiver Durchsetzung verbindet, kann als Beauty-Marke Produkte, Ruf und Kunden besser schützen.

2. Die wachsende Bedrohung durch Identitätsmissbrauch

  • Selbst das Rechtsteam von Lush ließ sich täuschen. Gabriela berichtete, dass das eigene Team einen gefälschten Shop für einen offiziellen hielt, weil die Fälscher das Logo und urheberrechtlich geschützte Bilder verwendeten und sich sogar „Official“ Store nannten. Wenn selbst sie den Unterschied nicht erkennen könne, sagte sie, welche Chance hätten dann Verbraucher?
  • Umsatzverluste durch diese betrügerischen Shops sind nur der Anfang. Wenn Kunden unwissentlich in gefälschten Shops kaufen, verlieren Marken nicht nur Umsatz, sondern riskieren etwas noch Wertvolleres: Vertrauen. Schon eine einzige schlechte Erfahrung mit einem abgelaufenen, falsch gelagerten oder gefälschten Produkt kann den Ruf Ihrer Marke beschädigen. Im heutigen E-Commerce ist der Schutz der Markenintegrität keine Kür, sondern Pflicht. Der aktuelle Report von MarqVision zu gefälschten Beauty-Produkten zeigt sogar, dass Verbraucher beim Kauf zunehmend Schutzmaßnahmen erwarten.

So haben sich Lush und Shopee gewehrt:

  • Mit Marq AI haben MarqVision und Shopee gemeinsam über 15 betrügerische Lush-Shops identifiziert und entfernt und so den Verkauf gefälschter Produkte auf dem Marktplatz wirksam unterbunden.
  • Laufende Überwachung sorgt dafür, dass Wiederholungstäter nicht wieder auftauchen.
    „Shopee hat dank der Vermittlung von MarqVision sehr schnell reagiert“, sagt Gabriela. „Derzeit ist alles bereinigt. Aber natürlich wissen wir, dass diese Arbeit nie endet. Wir zählen darauf, dass MarqVision weiter meldet und uns diese Fälle vorlegt, damit wir weiter dagegen vorgehen und gemeinsam die besten Lösungen finden.“

3. „Es gibt immer einen Ansatzpunkt“: die richtige Strategie gegen Fälscher finden

Herkömmliche IP-Durchsetzung greift oft zu kurz, besonders bei Beauty-Produkten. Viele Beauty-Marken haben Mühe, Fälschungen entfernen zu lassen, weil das Markenrecht in der Regel nicht mehr greift, sobald ein Produkt in Verkehr gebracht ist. Durch diese Lücke zirkulieren Fälschungen ungehindert und gefährden Markenruf und Verbrauchersicherheit.

Laut Gabriela gibt es „immer einen Ansatzpunkt“, den Marken nutzen können:

✅ Melden Sie gestohlene Produktbilder und -beschreibungen als Urheberrechtsverletzung. Die Funktion Image Vault von MarqVision war entscheidend: Damit konnte Lush offizielle Markenbilder registrieren und das Urheberrecht klar nachweisen.

✅ Nutzen Sie Kosmetikvorschriften. Lush lässt Fälschungen entfernen, indem es nachweist, dass sie durch unsachgemäße Lagerung unsicher sind.

✅ Verknüpfen Sie die Durchsetzung mit dem Verbraucherschutzrecht. Der Hinweis auf Gesundheitsrisiken zwingt Plattformen wie Shopee zum Handeln.

Die beste Strategie? Verlassen Sie sich nicht auf nur eine. Führt ein rechtlicher Weg nicht zum Ziel, suchen Sie einen anderen Ansatzpunkt, um Verletzer zu stoppen. Wie Gabrielas Team „den perfekten Ansatzpunkt“ für seine Durchsetzungsstrategie fand, lesen Sie in unserer vollständigen Fallstudie.

4. Das Markenschutz-Playbook von Shopee: Was sich 2025 ändert

Als führende E-Commerce-Plattform in Südostasien und Taiwan entwickelt Shopee sein Ökosystem stetig weiter, um einen sichereren, markenfreundlicheren Marktplatz zu schaffen. Weil die Herausforderungen durch Produktpiraterie und nicht autorisierten Handel wachsen, hat Shopee große Fortschritte im Markenschutz gemacht: KI-gestützte Durchsetzung, bessere Verkäuferverifizierung und schnelle Sanktionen gegen Wiederholungstäter schützen Marken wie Verbraucher. Das ändert sich 2025:

  • KI-gestützte Durchsetzung: Shopee nutzt über 80 markenspezifische KI-Modelle, um rechtsverletzende Angebote proaktiv zu erkennen und zu entfernen, und stärkt so die Integrität des Marktplatzes.
  • Strengere Verkäuferverifizierung: Mit strengeren Know-Your-Customer-Richtlinien (KYC) stellt Shopee sicher, dass Verkäufer gründlich geprüft werden, bevor sie auf der Plattform aktiv werden.
  • Schnellere Sanktionen: Shopee hat seine Richtlinie gegen Wiederholungstäter verschärft und die Durchsetzung ausgeweitet. 2024 wurden 20 % mehr rechtsverletzende Verkäufer gesperrt als 2023.
  • Brand IP Portal: Laufende Verbesserungen der Nutzererfahrung liefern Marken wertvolle Erkenntnisse, damit sie ihre Durchsetzung effizienter und wirksamer priorisieren können.

5. KI-gestützter Schutz für Beauty-Marken mit MarqVision

Ein kluger Rat von Gabriela: „Gegen Produktpiraterie kann man nicht allein kämpfen.“ Marken haben es mit zu vielen Angeboten, zu vielen Plattformen und zu vielen Wiederholungstätern zu tun, um die Durchsetzung manuell zu bewältigen.

Mit MarqVision können Marken:

✅ gefälschte Angebote auf über 1.500 Marktplätzen in großem Umfang erkennen

✅ die Durchsetzung mit KI-gestützten IP-Löschungen automatisieren

✅ Identitätsmissbrauch in Echtzeit überwachen

✅ mit Daten neue Durchsetzungsstrategien entdecken

Hat Ihre Marke mit Fälschungen oder gefälschten Shops zu kämpfen, ist es Zeit zu handeln. Buchen Sie noch heute eine Demo bei MarqVision und erfahren Sie, wie es geht.

Geschrieben von

Christina Kim

Former Global Head of Marketing