3 Gründe, Ihre Marken im Ausland anzumelden
Warum sollten Sie Ihre Marken auch im Ausland anmelden? Drei Gründe, warum internationaler Markenschutz für Ihr Unternehmen wichtig ist.

Wer im 21. Jahrhundert international Geschäfte macht, stößt beim Schutz seiner Marke zwangsläufig auf Herausforderungen. Für unzählige Unternehmen ist das heute eine große Hürde, denn die Bedrohungen kommen in vielen Formen und aus ganz unterschiedlichen Richtungen.
Leider reicht es heute nicht mehr, hart an der Markenbekanntheit zu arbeiten und Ihr geistiges Eigentum nur im Inland als Marke anzumelden.
Ohne eine vollständige internationale Anmeldung kann Ihre Marke angreifbar werden. Vom Wachstum des E-Commerce über Fälscher im Ausland bis zu immer komplexeren Lieferketten gibt es viele Faktoren, die Ihr Unternehmen verwundbar machen. Und letztlich liegt die Verantwortung für den Schutz einer Marke beim Markeninhaber.
Falls Sie diesen Prozess noch nicht begonnen haben oder sich fragen, warum er für Ihr Unternehmen wichtig ist, finden Sie hier drei Gründe, Ihre Marke im Ausland anzumelden.
Kunden auf der ganzen Welt erreichen
Kein Zweifel: Der Aufstieg des E-Commerce wurde von Verbrauchern angetrieben, die Zugang zu einer großen Produktvielfalt wollen, und von Unternehmen, die neue Märkte erschließen möchten.
Sobald Ihre Produkte international verfügbar sind, werden Ihr Firmenname, Ihre Marke und Ihre Kennzeichen auch für Trittbrettfahrer und Markengrabber greifbar. Je erfolgreicher Ihr Unternehmen ist, desto begehrter wird dieses geistige Eigentum.
Trittbrettfahren bedeutet, dass ein Unternehmen oder eine Person von den Leistungen und Bemühungen eines anderen profitiert, ohne dafür zu zahlen oder sich an den Kosten zu beteiligen. Wenn Sie Ihre Marken in anderen Ländern anmelden, können Sie verhindern, dass andere Unternehmen Ihre Käufer täuschen, indem sie identische oder ähnliche Namen und Marken verwenden, um ihre eigenen Produkte zu verkaufen.
Manche Unternehmen handeln in böser Absicht und versuchen, von Ihrem guten Ruf zu profitieren, indem sie Ihr Logo, Ihren Namen oder andere Markenmerkmale für eigene Zwecke übernehmen. Minderwertige Produkte oder Dienstleistungen können so Ihrem Ruf schaden und Ihren möglichen Gewinn schmälern.
Als Unternehmer entscheiden Sie selbst, wo Sie Ihre Waren verkaufen und wohin Sie liefern. Das letzte Wort darüber, wo Sie Geschäfte machen, haben Sie. Doch der einfache Zugang zum Weltmarkt über das Internet ist für wachstumsorientierte Unternehmen verlockend. Diese Chance auszuschlagen fällt schwer, deshalb müssen Unternehmen auf die damit verbundenen Risiken und Herausforderungen vorbereitet sein.
Die internationale Anmeldung ist der beste erste Schritt gegen diese Art des bösgläubigen Missbrauchs des Markensystems. Das gilt besonders im Umgang mit Dritten in Ländern mit Anmeldeprinzip (First-to-File), in denen Ihnen die bisherige Nutzung Ihrer Marken keinen Schutz gegen bösgläubige Markengrabber bietet.
Im Ausland sind Sie möglicherweise anfälliger für Fälscher
Sie müssen sich nicht nur Sorgen machen, dass andere Unternehmen von Ihrem Markennamen und Ihrer Identität profitieren. Dritte könnten auch beginnen, Ihr Produkt, Ihre Marken und andere Erkennungsmerkmale Ihres Unternehmens zum eigenen Vorteil zu kopieren.
Der Fälschungsmarkt ist eine boomende internationale Branche, und Unternehmen, die ihre Marken nicht anmelden, trifft Produktpiraterie am härtesten.
Derzeit schützt das US-Markenrecht vor gefälschten Importen markenrechtlich geschützter Waren. Wenn Sie Ihre Marken in den Ländern anmelden, aus denen die Fälschungen vermutlich stammen, können Sie weitere Schritte unternehmen, um die Herstellung und den Export illegaler Waren mit Ihrem Firmennamen und Ihrer Marke zu verhindern.
Es kann sinnvoll sein, die Behörden in dem Land, in dem die illegalen Produkte hergestellt werden, proaktiv einzubeziehen. Arbeiten Sie etwa mit dem dortigen Zoll oder den Grenzbehörden zusammen, um Import und Export gefälschter Waren zu stoppen, oder setzen Sie auf ein Programm zur Rückgewinnung von Umsatz gegen ausländische Akteure. Damit gehen Sie am wirksamsten gegen Produktpiraterie vor.
Ihre Lieferkette ist möglicherweise international
Selbst wenn Sie Ihre Produkte nicht weltweit verkaufen, kann Ihre Marke dennoch den Weg ins Ausland finden.
Zum Beispiel über Ihre Produktionslieferkette. Sie sollten wissen, wo Ihre Lieferanten tätig sind und woher sie ihre Materialien beziehen, damit Sie beim Schutz Ihrer Marke alle möglichen Wege abdecken.
Erwägen Sie, Ihre Unternehmens- und Produktmarken in allen Ländern Ihrer Lieferkette anzumelden. So verringern Sie das Risiko, dass ein Subunternehmer Ihren Namen unrechtmäßig nutzt, um aus der Zusammenarbeit mit Ihnen Kapital zu schlagen.
Außerdem könnten unseriöse Akteure versucht sein, sich als Tochtergesellschaft oder Geschäftsbereich Ihres Unternehmens auszugeben. Mit einer eingetragenen Marke können Sie solche Situationen wirksam steuern und verhindern. Wissen andere Unternehmen von Ihrer Eintragung, werden sie es seltener wagen, Ihren Markennamen als ihren eigenen auszugeben.
Das Madrider Protokoll sowie weitere Markengesetze und internationale Anmeldeverfahren erleichtern die Ausweitung von Anmeldungen und schützen Ihre Marke im Ausland. Ein Anwalt kann Sie zu Schwachstellen beim internationalen Markenschutz beraten und Sie durch das Anmeldeverfahren begleiten.
Als Alternative zu einem Markenanwalt können Unternehmen auch mit IP-Schutzplattformen wie MarqVision zusammenarbeiten, um ihre Marken weltweit anzumelden, zu verwalten und zu schützen. MarqVision bietet verschiedene Lösungen, mit denen Sie Ihr geistiges Eigentum aufbauen und schützen. Wie MarqVision Sie mit einem einfachen Online-Antrag bei der Anmeldung Ihrer Marken im Ausland unterstützt, erfahren Sie unter https://folio.marqvision.com/
Boomender globaler E-Commerce, ein florierender Fälschungsmarkt und verflochtene Lieferketten: Unternehmen laufen heute mehr denn je Gefahr, ihre Marken im Ausland zu verlieren. Wenn Sie Ihre Marken noch nicht gesichert haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt.
