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Neue IP-Risiken für K-Beauty-Marken: Fake-Shops, Fake-Accounts und was dagegen hilft

Neue IP-Probleme für K-Beauty-Marken und ihre Lösung: Wie Fake-Shops und Fake-Accounts mit Fälschungen und Datendiebstahl das Vertrauen in Marken gefährden.

Irene Lee4 Min. Lesezeit
Auf dieser Seite4
  1. Fake-Shops mit K-Beauty-Marken: Schaden durch missbrauchtes Vertrauen
  2. Identitätsmissbrauch auf Social Media: wie Fake-Accounts und Fake-Anzeigen K-Beauty-Marken schaden
  3. Warum K-Beauty-Marken anfällig für Identitätsmissbrauch sind
  4. Was wirksam gegen Identitätsmissbrauch hilft

November und Dezember sind weltweit die Monate mit dem stärksten Konsum. Vor allem in der Weihnachtszeit kaufen Verbraucher dank Rabattaktionen und Geschenken deutlich mehr. Damit werden aber auch kriminelle Verkäufer aktiver. Gerade K-Beauty-Marken, die in den USA sehr beliebt sind, kämpfen nicht nur mit Fälschungen und dem Graumarkt (nicht autorisierter Handel), sondern auch mit einem neuen IP-Risiko: Websites und Social-Media-Konten, die sich als die offiziellen Kanäle der Marke ausgeben. Die Maschen, mit denen Verbraucher getäuscht und das Vertrauen in Marken beschädigt wird, werden jedes Jahr raffinierter. In diesem Beitrag zeigen wir die neuen IP-Probleme für K-Beauty-Marken und wie Sie dagegen vorgehen.

Fake-Shops mit K-Beauty-Marken: Schaden durch missbrauchtes Vertrauen

Websites, die wie die offizielle Website einer Marke aussehen, gehören zu den beliebtesten Strategien krimineller Verkäufer. Sie verwenden Namen, Logos, Marken und Produktbilder von K-Beauty-Marken ohne Erlaubnis, führen Verbraucher damit in die Irre und verkaufen oft Fälschungen als Originale – oder liefern gar keine Ware.

Laut einer Umfrage von MarqVision unter 500 US-Verbrauchern haben fast 10 % der Befragten schon einmal gefälschte Beauty-Produkte über einen Fake-Shop gekauft. Das mag noch vergleichsweise wenig erscheinen, doch die Fälle von Identitätsmissbrauch nehmen jedes Jahr zu.

Fake-Shops mit K-Beauty-Marken treten vor allem in zwei Formen auf und richten bei Verbrauchern wie Marken enormen Schaden an. Im Folgenden stellen wir beide genauer vor.

1. Fake-Shops als exakte Kopie der offiziellen Website

Manche Fake-Shops täuschen Verbraucher mit einem Design, das der offiziellen Website der Marke zum Verwechseln ähnelt. Sie kopieren Markenbilder und Produktfotos und locken Verbraucher über Domains, die dem Markennamen ähneln. Verbraucher halten die Seite für die offizielle Website und kaufen ein, erhalten dann aber oft Fälschungen oder gar keine Ware. Weil eine Erstattung unmöglich oder schwierig ist, entstehen zudem Folgeschäden.

Außerdem nutzen kriminelle Verkäufer Cloaking: Auf Smartphone und PC zeigen sie unterschiedliche Inhalte an und täuschen Verbraucher so noch leichter. Die Technik entzieht sich der Überwachung durch die Marke und zeigt bestimmte Inhalte nur Verbrauchern, sodass die Seite wie die offizielle Website wirkt.

💡 Cloaking bedeutet, Menschen und Suchmaschinen unterschiedliche Informationen zu zeigen und so die echten Inhalte zu verbergen. So können betrügerische Online-Shops eine Website nur Verbrauchern gegenüber als offiziellen Markenauftritt ausgeben, Vertrauen erwecken und Fälschungen verkaufen. Mehr dazu in „10 Trends, die Sie 2024 für Ihren Markenschutz kennen sollten“.

2. Fake-Shops, die sich als autorisierte Händler von Beauty-Marken ausgeben

Eine andere Form von Fake-Shops tarnt sich als Online-Shop, der Produkte vieler Marken verkauft. Verbraucher halten ihn oft für einen neuen Marktplatz und kaufen die angebotenen Produkte im Glauben, bei einem offiziellen Händler einzukaufen.

Sucht man zum Beispiel bei Google nach einer bestimmten K-Beauty-Marke, erscheinen in den Ergebnissen Websites, die nebenbei Produkte ohne jeden Bezug zu dieser Marke verkaufen. Solche Websites schaffen mit offiziellen oder selbst erstellten Bildern der Marke Vertrauen und verkaufen am Ende Fälschungen oder Produkte unklarer Herkunft. So kaufen Verbraucher minderwertige Fälschungen oder vermeintliche Originale und erleiden Schaden.

Um solche Fake-Shops abzuschalten, sollten Beauty-Marken regelmäßig per Suche nach kriminellen Verkäufern Ausschau halten und IP-Verstöße melden. Websites mit Sitz im Ausland lassen sich von Korea aus oft nur schwer überwachen, und es kommen viele komplexe Techniken zum Einsatz. Marken sollten deshalb mit einem Überwachungssystem und wirksamen rechtlichen Schritten konsequent dagegen vorgehen.

Identitätsmissbrauch auf Social Media: wie Fake-Accounts und Fake-Anzeigen K-Beauty-Marken schaden

Social Media ist eine wichtige Plattform für den direkten Austausch zwischen Marken und Verbrauchern – und zugleich der Ort, an dem Identitätsmissbrauch am häufigsten vorkommt. Laut einer aktuellen Umfrage von MarqVision unter US-Verbrauchern haben 43 % von 500 Befragten schon einmal Fälschungen auf Social Media gekauft. Verbraucher nutzen Social Media als wichtigen Kanal für den Kauf von Beauty-Produkten und sind dort entsprechend vielen IP-Problemen ausgesetzt. Vor allem legen kriminelle Verkäufer auf Social Media Fake-Accounts an, die wie offizielle Markenkonten aussehen, und täuschen damit Verbraucher. Mit kopierten Markennamen und Bildern verkaufen sie Fälschungen, und wer sich von verlockenden Rabatten ködern lässt, erhält am Ende oft gefälschte Ware.

Wie täuschen Fake-Accounts auf Social Media die Verbraucher?

1. Gefälschte offizielle Accounts anlegen

Fake-Accounts treten mit Namen und Logo der Marke auf und locken Verbraucher mit Namen, die dem offiziellen Konto ähneln. Über diese Konten schalten kriminelle Verkäufer Anzeigen oder schreiben Verbrauchern direkt Nachrichten und bringen so gefälschte Ware in Umlauf.

2. Mit Anzeigen zum Kauf von Fälschungen locken

Fake-Accounts verleiten mit attraktiven Preisen und Sonderaktionen zum Kauf. Ihre Anzeigen sehen aus wie echte Markenwerbung, doch verkauft werden Fälschungen. Laut dem Insight-Report von MarqVision zum US-Beauty-Markt haben 31,8 % der Verbraucher ihre erste Fälschung über eine Social-Media-Anzeige gekauft. Verbraucher halten die Anzeige für eine Aktion der offiziellen Beauty-Marke, erhalten dann aber minderwertige Fälschungen. Das schadet dem Vertrauen in K-Beauty-Marken erheblich.

3. Zu Direktgeschäften per Messenger drängen

Zuletzt verkaufen kriminelle Verkäufer Fälschungen auch immer öfter im direkten Austausch über Messenger. Seit generative KI allgegenwärtig ist, ist diese Methode noch raffinierter geworden. Kriminelle Verkäufer setzen KI-Chatbots ein, gewinnen im persönlichen Gespräch per DM das Vertrauen der Verbraucher und verkaufen ihnen Fälschungen. Geschäfte über Social-Media-Nachrichten gehören zu den IP-Schäden, die Marken nur schwer nachverfolgen können. 3,0 % der US-Verbraucher gaben an, gefälschte Beauty-Produkte über Nachrichten gekauft zu haben. Der Anteil ist gering, kann aber wachsen und verdient deshalb Aufmerksamkeit. Hinzu kommt: Käufe per DM sind sehr riskant, weil Verbraucher oft zuerst Geld überweisen.

4. Persönliche Daten und Zahlungsdaten abgreifen

Fake-Accounts verlangen unter dem Vorwand von Partnerschaftsangeboten oder Sonderaktionen auch persönliche Daten oder Zahlungsdaten. Verbraucher riskieren dadurch Datendiebstahl oder finanzielle Verluste, und Vertrauen und Ruf der Marke leiden erheblich.

Solcher Identitätsmissbrauch auf Social Media missbraucht das geistige Eigentum von K-Beauty-Marken, schadet den Marken und kann Verbraucher gefährden. Marken sollten deshalb ein System zur Social-Media-Überwachung aufbauen und mit schnellen rechtlichen Schritten konsequent gegen diese Bedrohungen vorgehen.

Warum K-Beauty-Marken anfällig für Identitätsmissbrauch sind

K-Beauty ist mit eigenständigem Branding und hoher Qualität weltweit sehr beliebt. Genau diese Beliebtheit macht K-Beauty-Marken aber auch zum bevorzugten Ziel von Identitätsmissbrauch. Je bekannter eine K-Beauty-Marke online wird, desto mehr Aufmerksamkeit zieht sie auf sich und desto eher gerät sie ins Visier von Fake-Shops. Weil Verbraucher offizielle Websites und Fake-Shops oft kaum unterscheiden können, ist das Schadensrisiko für K-Beauty-Marken besonders hoch. Das Vertrauen in die Marke kann schlagartig sinken und das Wachstum auf dem Weltmarkt ernsthaft beeinträchtigen.

👉 Sehen Sie sich jetzt an, welchen Identitätsmissbrauch beliebte Marken erlebt haben: Schadensfälle und Lösungen.

Was wirksam gegen Identitätsmissbrauch hilft

Um IP-Problemen einschließlich Identitätsmissbrauch vorzubeugen und dagegen vorzugehen, kommt es für K-Beauty-Marken vor allem auf schnelle, lückenlose Überwachung und konsequentes Handeln an.

1. Rund um die Uhr online überwachen

Marken sollten ihren Markennamen laufend in Suchmaschinen wie Google und auf Social Media suchen oder ein eigenes Team aufbauen, das Identitätsmissbrauch im Netz überwacht. So erkennen sie ihn schnell und halten den Schaden gering.

2. Konsequenter rechtlich vorgehen

Gegen Fake-Shops und Fake-Accounts auf Social Media sollten Marken schnell Markenrechtsverletzungen melden und die Konten auf dem Rechtsweg sperren lassen. So kommen keine weiteren Verbraucher zu Schaden.

💡 Sie möchten wissen, wie Sie einen Fake-Shop melden? Hier finden Sie eine Anleitung.

3. Verbraucher gezielt aufklären

Marken sollten Verbrauchern helfen, offizielle Konten von Fake-Accounts zu unterscheiden. Mit genauen Informationen erkennen Verbraucher Fake-Accounts und Fake-Shops, und die Glaubwürdigkeit der Marke steigt.

Identitätsmissbrauch schadet nicht nur dem Image. Er verursacht echte Schäden bei Verbrauchern und kann Vertrauen und Ruf einer Marke schwer beschädigen. Gerade K-Beauty-Marken sollten für nachhaltiges Wachstum auf dem Weltmarkt ihre IP-Schutzstrategie stärken und Abläufe für schnelles Eingreifen aufbauen. Das schützt den Wert der Marke und bietet Verbrauchern ein authentisches Erlebnis.

Sie fragen sich, ob es auch für Ihre Marke Fake-Accounts oder Fake-Shops gibt? Fordern Sie jetzt eine kostenlose Demo an.

Geschrieben von

Irene Lee