Markengrundlagen: Online-Bedrohungen für Ihre Marke, die Sie kennen sollten
Fälschungen, Cybersquatting, betrügerische Websites, NFT-Verletzungen, Identitätsmissbrauch auf Social Media: die wachsenden Online-Risiken für Ihre Marke.

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Online-Bedrohungen für Marken nehmen zu und können Unternehmen jeder Größe schwer schaden. Von Fälschungen über NFTs bis zum Identitätsmissbrauch auf Social Media: Diese Bedrohungen kosten Sie Umsatz, schaden Ihrem Ruf, untergraben das Vertrauen Ihrer Kunden in Ihre Marke und können Ihre Kunden sogar körperlich gefährden.
Die Bedrohungen für Ihre Marken im Überblick
In diesem Artikel behandeln wir die häufigsten Online-Bedrohungen für Marken, die Unternehmen kennen müssen, um ihre Marken zu schützen, nämlich:
- Fälschungen
- Plagiate und Dupes
- Betrügerische Websites
- Markengrabbing und Cybersquatting
- NFTs
- Identitätsmissbrauch auf Social Media
Legen wir los.
Fälschungen
Fälschungen kennen inzwischen alle. Gemeint sind Herstellung und Verkauf von Waren, die bestehende Produkte nachahmen. Sie verletzen Marken und anderes geistiges Eigentum, mit dem Marken ihren Kunden Herkunft und Qualität ihrer Produkte signalisieren.
Fälschungen bedrohen Marken auf vielfältige Weise, indem sie:
- der echten Marke Umsatz entziehen, weil sie Kunden vorgaukeln, das echte Produkt zu erhalten, oder Verbrauchern, denen das Label wichtiger ist als das Produkt selbst, günstigere Alternativen zu beliebten Produkten anbieten.
- den Ruf von Marken beschädigen, indem sie den Markt mit minderwertigen Produkten überschwemmen, die geschützte Namen und Logos der Marken tragen, und Verbraucher verwirren.
- echten Marken Rücksendungen und Beschwerden von Kunden aufbürden, die nicht wissen, dass sie eine Fälschung erhalten haben.
In den letzten Jahren ist die Menge gefälschter Produkte auf dem Markt rasant gestiegen, angetrieben von mehreren Faktoren, darunter die explosionsartige Beliebtheit des Online-Shoppings, E-Commerce-Funktionen auf Social-Media-Plattformen und der leichtere Zugang zu Schlüsseltechnologien.
Gefälschte Waren können für Verbraucher in Branchen wie Kosmetik, Gesundheit, Lebensmittel und vielen weiteren besonders gefährlich sein. Gefährlich wird es, wenn diese Produkte Sicherheitsstandards nicht erfüllen oder aus minderwertigen oder gefährlichen Materialien bestehen.
Plagiate und Dupes
Plagiate, auch Dupes genannt, ähneln Fälschungen, unterscheiden sich aber in einigen wichtigen Punkten, die es deutlich schwerer machen, gegen sie vorzugehen.
Der Hauptunterschied: Fälschungen werden gezielt so gestaltet, dass sie das Original möglichst genau imitieren, um Verbraucher zu täuschen, während Plagiate als günstige Alternative zum Original hergestellt werden, ohne offenkundig geistiges Eigentum zu verletzen.
Diese Dupes kopieren das Gesamtdesign des Originalprodukts, vermeiden aber Elemente, deren Kopie sich eindeutig nachweisen ließe. Sie verzichten auf Markennamen, Logos und markante Elemente der Aufmachung. Auch ihre Angebote auf Online-Marktplätzen vermeiden in der Regel geschützte Markenelemente und urheberrechtlich geschützte Bilder der Marken.
Das Ergebnis ist ein Produkt, das sich ohne fundiertes Wissen über IP-Schutz nur äußerst schwer von Online-Marktplätzen entfernen lässt. Oft ist eine enge Zusammenarbeit mit den Teams hinter Online-Marktplätzen und Social-Media-Plattformen nötig, um das geistige Eigentum von Marken wirksam durchzusetzen.
Betrügerische Websites
Betrügerische Websites sind schädliche Seiten, die Verbraucher glauben lassen sollen, sie besuchten die echte Website einer bekannten Marke. Mit geschützten Namen und Logos sowie urheberrechtlich geschützten Bildern einer Marke wiegen sie Verbraucher in falscher Sicherheit, um Straftaten im Netz zu begehen.
Diese Seiten verkaufen überwiegend gefälschte Produkte und geben sich mit dem Webauftritt zusätzlich einen seriösen Anstrich, um ahnungslose Verbraucher zu verwirren. Da viele Verbraucher Fälschungen noch immer mit zwielichtigen Straßenhändlern verbinden, kann eine gut gestaltete betrügerische Website genug Echtheit ausstrahlen, um viele Verbraucher zum Kauf zu verleiten.
Kriminelle nutzen betrügerische Websites aber auch anders. Sie kommen auch bei Phishing und anderen Betrugsmaschen zum Einsatz, bei denen der Markenauftritt eines vertrauenswürdigen Unternehmens genutzt wird, um Bankdaten und andere persönliche Daten von Verbrauchern zu stehlen.
Markengrabbing
Online-Markengrabbing, auch Cybersquatting genannt, ist eine Form betrügerischer Websites: Jemand registriert einen Domainnamen, der eine fremde Marke enthält.
Neben den oben genannten Zielen registrieren die Täter solche Domainnamen oft, um sie mit Gewinn an den Markeninhaber zu verkaufen.
Solche Websites können auch für Weiterleitungen zu Online-Verkaufskanälen genutzt werden. Indem Täter einen Link veröffentlichen, der mit der Website einer echten Marke verwechselt werden kann, und den Traffic sofort auf eine andere Website mit gefälschten Produkten umleiten, gewinnen sie ein Publikum potenzieller Käufer, die nicht merken, dass sie sich auf einer betrügerischen Website befinden.
Markenverletzungen durch NFTs
Der Aufstieg nicht fungibler Token (NFTs) hat in den letzten Jahren neue Formen der Markenverletzung hervorgebracht. NFTs können eine Vielzahl digitaler Güter repräsentieren, darunter Kunstwerke, Musik, Videos und sogar Tweets.
Da Fälscher jedoch NFTs erstellen können, die das Logo oder den Markennamen des Markeninhabers zeigen oder dessen urheberrechtlich geschützte Kunstwerke verwenden, stellen sie ein ernstes Risiko für das Image der Marke im Netz dar.
Markeninhaber sollten sich bewusst sein, dass ihre Marken ohne ihre Erlaubnis auf NFTs auftauchen können.
Im vergangenen Jahr gingen Unternehmen wie Nike und Hermès bereits rechtlich gegen gefälschte NFTs vor, um ihre Marken zu schützen. NFTs befinden sich zwar nicht mehr in der explosiven Blase von 2022, es gibt sie aber weiterhin, und sie dürften wieder wachsen, sobald die Technologie ausgereift ist und ihre passende Nische findet.
Identitätsmissbrauch auf Social Media
Identitätsmissbrauch auf Social Media bedeutet, einen Fake-Account zu erstellen, der wie der Account einer echten Marke aussieht.
Wie betrügerische Websites werden auch Fake-Accounts auf Social Media oft genutzt, um gefälschte Produkte zu verkaufen, wobei die offiziellen Logos und Bilder der Marke Verbraucher zum Kauf von Fälschungen verleiten. Betrüger nutzen solche Accounts auch, um Geld zu erschleichen oder dem Ruf der echten Person oder Marke zu schaden.
Solche Fake-Accounts werden zunehmend von Trollen genutzt, um Falschinformationen zu verbreiten oder schädliche oder extremistische Inhalte zu teilen.
Indem sie sich dabei als die echte Marke ausgeben, können sie ein großes Publikum glauben lassen, die Beiträge stammten von der tatsächlichen Marke, und deren Ruf langfristig beschädigen.
Was Marken mitnehmen sollten
Markenverletzungen im Netz nehmen schnell zu – nicht nur im Gesamtvolumen, sondern auch in Komplexität und Vielfalt.
Bedrohungen wie NFTs und Verkäufe über Social Media sind in den letzten Jahren rasch entstanden und haben die Bedrohungslage weit über den einfachen Verkauf gefälschter Produkte auf zwielichtigen Websites hinaus verändert.
Damit Unternehmen ihr geistiges Eigentum heute schützen können, brauchen sie eine umfassende Markenschutzstrategie. Dazu gehört, mit den immer schnelleren technologischen Trends Schritt zu halten, die Bedrohungen für geistiges Eigentum komplexer machen, und die Best Practices zu ihrer Bekämpfung zu kennen.
Da künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt der modernen Kultur gerückt und für alle zugänglich geworden ist, werden diese Bedrohungen nur raffinierter werden. Das erfordert eine IP-Schutzstrategie, die Fälschern stets einen Schritt voraus ist.
