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Markenschutz für Einsteiger: Leitfaden (Juni 2026)

Fälschungen erkennen, geistiges Eigentum schützen, Betrüger stoppen: der verständliche Einstieg in den Markenschutz. Stand Juni 2026.

Christina KimFormer Global Head of Marketing4 Min. Lesezeit
Auf dieser Seite8
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist Markenschutz?
  3. Warum ist Markenschutz wichtig?
  4. Geistiges Eigentum im Überblick
  5. Markenschutz Schritt für Schritt
  6. Risiken für Ihre Marke
  7. Eine echte Markenschutzlösung
  8. Häufige Fragen

Ihre digitale Angriffsfläche wächst jedes Quartal, und mit ihr der Missbrauch Ihrer Markenidentität. Überschwemmen gefälschte Versionen Ihrer Produkte den Markt? Geben sich Online-Accounts als Ihre Marke aus und führen Ihre Kunden in die Irre? Oder wird Ihr geistiges Eigentum auf eine Weise genutzt, die Sie nie genehmigt haben?

Dann sind Sie hier richtig. Wirksamer Markenschutz ist nie eine Lösung von der Stange. Er beginnt mit einer ehrlichen Einschätzung Ihres Risikos, einem klaren Blick auf Ihre verfügbaren Ressourcen und der richtigen Kombination an Maßnahmen für Ihr Unternehmen. Die Frage ist nicht mehr, ob Sie Ihre Marke schützen, sondern wie schnell Sie anfangen und welche Strategie Sie wählen.

In diesem Leitfaden geht es um:

  • Was Markenschutz ist und warum er wichtig ist
  • Welche Risiken Ihrer Marke und Ihrem geistigen Eigentum drohen
  • Wie eine moderne Markenschutzstrategie aussieht
  • Was eine echte Markenschutzlösung ausmacht

Das Wichtigste in Kürze

  • Was es ist: die fortlaufende Aufgabe, Ihr geistiges Eigentum und Ihre Markenidentität vor Produktpiraterie, Identitätsmissbrauch und unbefugter Nutzung zu schützen, vor allem in digitalen Kanälen.
  • Mit der Anmeldung beginnen: Melden Sie Marken, Urheberrechte und Patente an, um die rechtliche Grundlage zum Handeln zu schaffen.
  • Laufend überwachen: Behalten Sie Marktplätze, Social Media, Domains und Suchergebnisse auf Rechtsverletzungen im Blick.
  • Handeln, sobald Probleme auftauchen: Reagieren Sie mit Löschungen auf Plattformen, rechtlichen Schritten und Offline-Durchsetzung, und halten Sie Mitarbeitende und Kunden auf dem Laufenden.
  • Warum es zählt: Allein Produktpiraterie ist ein globales Problem in einer Größenordnung von rund 2 Billionen US-Dollar. Eine proaktive Strategie mit KI-gestützter Erkennung schützt Umsatz, Ruf und das Vertrauen Ihrer Kunden.

Was ist Markenschutz?

Markenschutz bedeutet, das geistige Eigentum (IP) und die Markenidentität Ihres Unternehmens vor jeder Form unbefugter Nutzung zu bewahren.

Genauer gesagt umfasst Markenschutz eine Reihe von Maßnahmen, die die unverwechselbaren Elemente Ihrer Marke – Logos, Produktnamen, Verpackungen und mehr – vor Rechtsverletzungen, Fälschung und irreführender Darstellung sichern, vor allem im digitalen Raum.

Die wichtigsten Ziele: verhindern, dass Fälscher und Betrüger Ihren Umsatz abschöpfen, den Ruf des Unternehmens wahren und sicherstellen, dass Kunden das echte Markenerlebnis bekommen, das sie erwarten.

In einer Zeit, in der sich Informationen in Sekunden verbreiten und Nachahmer einen enormen finanziellen Anreiz haben, Ihre Markenwerte zu kopieren, war Markenschutz nie wichtiger. Eine wirksame Markenschutzstrategie sichert Ihren Wettbewerbsvorsprung und stärkt zugleich Vertrauen und Loyalität Ihrer Kunden.

Warum ist Markenschutz wichtig?

Markenschutz ist mehr als eine rechtliche Pflicht. Er ist ein strategisches Muss, gerade weil der Markenname in einem überfüllten Markt so viel zählt. Wo Wettbewerber um die Aufmerksamkeit der Verbraucher ringen, sorgt eine geschützte Markenidentität dafür, dass Kunden Ihr Angebot sicher erkennen und es Fälschungen vorziehen.

Darum zählt Markenschutz:

  • Umsatz schützen: Fälscher und nicht autorisierte Händler lenken Verkäufe um und schmälern direkt Ihr Ergebnis. Markenschutz verhindert solche Verluste und sichert Ihre Einnahmen.
  • Wachstum ermöglichen: Eine geschützte Marke ist ein solides Fundament für die Expansion in neue Märkte und Produktlinien. Investoren und Partner arbeiten eher mit Unternehmen zusammen, die ihr geistiges Eigentum gesichert haben.
  • Markenwert erhalten: Wer sein geistiges Eigentum schützt, verhindert die Verwässerung der Marke und hält sie einzigartig und wertvoll. Eine starke Marke hebt Sie vom Wettbewerb ab und schafft echten Mehrwert.
  • Kundenvertrauen aufbauen: Wenn Kunden Originalprodukte erhalten, steigen Zufriedenheit und Loyalität. Gefälschte oder minderwertige Produkte schaden Ihrem Ruf und untergraben Vertrauen.
  • Ihr geistiges Eigentum behalten: Rechtsverletzungen können Ihre Rechte mit der Zeit schwächen. Wer seine IP-Rechte nicht durchsetzt, hat es später schwerer, sie geltend zu machen, und riskiert im Extremfall den Verlust der Exklusivität.
  • Rechtsstreitigkeiten vermeiden: Proaktiver Markenschutz senkt das Risiko teurer Auseinandersetzungen um IP-Verletzungen und stärkt Ihre Position, falls ein Gerichtsverfahren nötig wird.
  • Kundenservice entlasten: Beschwerden über Fälschungen erhöhen die Arbeitslast Ihres Kundenservice. Ihr Team muss sich um Produkte kümmern, die Sie nie hergestellt haben, statt um Aufgaben, die Ihr Geschäft voranbringen oder die Kundenbeziehung verbessern.

Wenn Sie Markenschutz in Ihre Unternehmensstrategie integrieren, sichern Sie Ihre Werte und schaffen die Basis für nachhaltiges Wachstum auf lange Sicht. Erstellen Sie einen eigenen Markenschutz-Leitfaden für Ihr Unternehmen und verfeinern Sie Ihren Ansatz laufend: So entsteht ein belastbarer Rahmen, in dem Ihre Marke wachsen, treue Kunden gewinnen und langfristig erfolgreich sein kann.

Geistiges Eigentum im Überblick

Bevor es darum geht, wie Sie das geistige Eigentum Ihres Unternehmens schützen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Grundlagen. Diese Arten von IP kann Ihr Unternehmen besitzen:

Marken schützen den Namen Ihres Unternehmens sowie seine Produkte und Dienstleistungen. Logos, Slogans, Wortfolgen, sogar Farben, Klänge und andere Elemente lassen sich unter Umständen als Marke schützen.

Sie unterscheiden Ihre Waren oder Dienstleistungen und zeigen Verbrauchern, wer hinter einem Produkt steht. Marken sind zentral für den Aufbau einer Markenidentität und dafür, dass Kunden Ihre Produkte oder Dienstleistungen am Markt wiedererkennen. Kurz: Jedes Element, das etwas als Ihres kennzeichnet, kann eine Marke schützen.

Urheberrecht schützt originelle kreative Werke davor, ohne Erlaubnis des Urhebers gestohlen oder vereinnahmt zu werden. Es bewahrt die Einzigartigkeit Ihrer kreativen Inhalte und verhindert, dass andere sie ohne Erlaubnis kopieren oder verbreiten.

Am häufigsten profitieren Kreative davon: Das Urheberrecht stellt sicher, dass ihre Arbeit rechtlich ihnen gehört. Bücher, Musik, Kunstwerke, Fotografie, Architekturentwürfe, Software und viele weitere Werke können urheberrechtlich geschützt sein.

Patente schützen Erfindungen, ob von Einzelpersonen oder Unternehmen. Es gibt zwei Haupttypen: Utility Patents (technische Patente), die schützen, wie eine Erfindung funktioniert, und rund 90 % der vom U.S. Patent and Trademark Office erteilten Patente ausmachen, sowie Design Patents, die das neue ästhetische Erscheinungsbild eines Produkts schützen.

Neben Marken, Urheberrecht und Patenten sind für Marken oft zwei weitere Formen des geistigen Eigentums relevant:

  • Geschäftsgeheimnisse schützen vertrauliche Unternehmensinformationen, die Ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen – Rezepturen, Herstellungsverfahren, Lieferantenlisten oder proprietäre Algorithmen. Anders als Patente erfordern sie keine Anmeldung, doch der Schutz besteht nur, solange die Informationen geheim bleiben. Geheimhaltungsvereinbarungen und Zugriffskontrollen sind daher entscheidend.
  • Trade Dress (Ausstattungsschutz) schützt das unverwechselbare Erscheinungsbild eines Produkts oder seiner Verpackung – Form, Farbschema und Gesamteindruck –, wenn diese Elemente Verbrauchern die Herkunft signalisieren. Denken Sie an eine wiedererkennbare Flaschenform oder ein typisches Ladenlayout.

Jede Art von IP hat eigene Anforderungen an die Anmeldung, eine eigene Schutzdauer und eigene Durchsetzungsmöglichkeiten. Die meisten etablierten Marken setzen auf eine Kombination aus allen.

Ordnen Sie Ihre Werte diesen Kategorien zu, damit nichts Wertvolles ungeschützt bleibt, und lassen Sie sich von einem IP-Anwalt bestätigen, welcher Schutz für Ihr Unternehmen der richtige ist.

Markenschutz Schritt für Schritt

Markenschutz ist ein proaktiver, fortlaufender Prozess. Er erfordert Wachsamkeit, strategische Planung und die richtigen Werkzeuge. So setzen Sie ihn wirksam um:

Schritt 1: Geistiges Eigentum eintragen lassen

Was Sie nicht rechtlich gesichert haben, können Sie nicht schützen. Die Anmeldung Ihres geistigen Eigentums ist der grundlegende Schritt im Markenschutz.

  • Rechtliches Eigentum festschreiben: Die Eintragung erkennt Ihre Rechte offiziell an und erleichtert es, sie gegen Verletzer durchzusetzen.
  • International denken: Wenn Sie international tätig sind, nutzen Sie Systeme wie das Madrider Protokoll für Marken, mit dem Sie über eine einzige Anmeldung Schutz in mehreren Ländern beantragen.
  • IP-Recht verstehen: Achten Sie auf Unterschiede wie zwischen Rechtsordnungen nach dem First-to-File- und dem First-to-Use-Prinzip.
  • Vollständig abdecken: Stellen Sie sicher, dass alle Elemente Ihrer Marke – Namen, Logos, Slogans und andere Kennzeichen – in den relevanten Klassen und Rechtsordnungen eingetragen sind.

Mit gesichertem geistigem Eigentum legen Sie die Grundlage für wirksame Durchsetzung gegen Fälscher, Betrüger und andere Verletzer. Bedenken Sie: IP ist keine Aufgabe, die man einmal erledigt und dann vergisst. Sie müssen Ihre Rechte pflegen, mögliche Kollisionen im Blick behalten und neue Chancen erkennen, Ihr Unternehmen über IP wachsen zu lassen.

Die Markenanmeldung gehört ins Fundament Ihrer Strategie, denn erst sie verleiht der Durchsetzung Biss. Eine eingetragene Marke gibt Ihnen die rechtliche Grundlage, um Löschungen zu verlangen, Beschwerden bei Marktplätzen einzureichen und Verletzer vor Gericht zu verfolgen. Ohne sie werden die meisten Plattformen und Gerichte nicht für Sie tätig.

Betrachten Sie Ihre Eintragungen als Portfolio, nicht als Checkliste.

Gleichen Sie Ihre Marken mit der Richtung Ihres Unternehmens ab, melden Sie vor einer Produkterweiterung an und sichern Sie sich defensiv in Klassen ab, die ein Nachahmer ausnutzen könnte, damit Sie später nicht aus einer schwachen Position heraus prozessieren. Hilfreich ist dabei das „Three M’s“-Modell: Market (wo Sie verkaufen und verkaufen wollen), Mark (die Namen, Logos und Slogans, die Schutz verdienen) und Merchandise (die Produktkategorien mit dem größten Risiko und Umsatz). Prüfen Sie Markenentscheidungen anhand dieser drei Filter, und Ihr Schutz hält mit Ihrem Geschäft Schritt, statt hinterherzulaufen.

Wer grenzüberschreitend verkauft, merkt schnell, wie komplex die Anmeldung wird. Markenrechte gelten territorial: Eine US-Eintragung schützt Sie nicht in China, der EU oder Japan. Konzentrieren Sie sich zuerst auf die Märkte, in denen Sie verkaufen, produzieren oder am stärksten von Produktpiraterie betroffen sind, und nutzen Sie Instrumente wie das Madrider Protokoll, um mit einer einzigen Anmeldung Schutz in mehreren Rechtsordnungen zu beantragen.

Schritt 2: Online-Kanäle überwachen

Im digitalen Zeitalter entstehen Rechtsverletzungen in hohem Tempo. Ständige Wachsamkeit ist entscheidend.

  • E-Commerce-Plattformen: Prüfen Sie Online-Marktplätze wie Amazon, eBay und Alibaba regelmäßig auf gefälschte oder nicht autorisierte Angebote Ihrer Produkte.
  • Social Media: Überwachen Sie Plattformen auf Fake-Accounts, Missbrauch Ihrer Marke oder irreführende Werbung, die Ihrem Ruf schaden könnte.
  • Domains: Behalten Sie Domainregistrierungen im Blick, um Domainmissbrauch wie Cybersquatting oder Typosquatting zu erkennen, der Kunden verwirren oder Traffic umleiten könnte.
  • Suchmaschinen: Verfolgen Sie mit geeigneten Tools, wie Ihre Marke in Suchergebnissen erscheint, auch in bezahlten Anzeigen, die Ihre Marken verletzen könnten.
  • Automatisierte Überwachung: Nutzen Sie Markenschutz-Tools und Technologien, die das Internet laufend scannen und Sie in Echtzeit auf mögliche Rechtsverletzungen hinweisen.

Durch Überwachung erkennen Sie Probleme früh und können schnell reagieren, um den Schaden gering zu halten.

Erst die Technologie dahinter macht Überwachung in diesem Umfang möglich. KI- und Machine-Learning-Modelle, darunter Bilderkennung, die auf Ihre Logos und Produktfotos trainiert ist, scannen Millionen von Angeboten und markieren die, die am wahrscheinlichsten rechtsverletzend sind. Statt Analysten die Ergebnisse von Hand durchforsten zu lassen, holt die Bilderkennung die relevanten Treffer nach oben und beschleunigt die Priorisierung für die Durchsetzung, sodass Ihr Team die Fälle mit dem höchsten Risiko zuerst angeht.

Testkäufe ergänzen diese Erkennung. Wenn ein Angebot verdächtig wirkt, sich aber anhand von Bildern und Text allein nicht bestätigen lässt, können Sie die Ware über einen verdeckten Kauf direkt prüfen und feststellen, ob sie echt ist. Testkäufe sind eine kostengünstige Alternative zu umfassenden Ermittlungen, und die gewonnenen Beweise stärken Löschanträge und Gerichtsverfahren. Gemeinsam helfen automatisierte Erkennung und gezielte Testkäufe, Betrug im gesamten digitalen Ökosystem aufzuspüren und zu belegen.

Schritt 3: Gegen Rechtsverletzungen vorgehen

Wird eine unbefugte Nutzung entdeckt, ist entschlossenes Handeln gefragt. Wer seine IP-Rechte konsequent durchsetzt, schreckt Verletzer ab und schützt die Integrität seiner Marke. Nutzen Sie zunächst die verfügbaren Mechanismen:

  • Zusammenarbeit mit Plattformen: Die meisten Online-Plattformen bieten Verfahren, um gefälschte oder rechtsverletzende Inhalte zu melden (siehe etwa unsere Leitfäden zu TikTok Shop, Temu, Taobao, Amazon und Amazon APEX). Dieser Schritt ist entscheidend, denn manche Plattformen kooperieren bereitwilliger als andere. Gute Beziehungen zu den wichtigsten Ansprechpartnern beschleunigen die Lösung. Beantragen Sie über diese Meldewege die Entfernung nicht autorisierter Angebote, Fake-Accounts oder rechtsverletzender Inhalte. Die Reaktionszeiten schwanken, also bleiben Sie hartnäckig.
  • Rechtliche Schritte: Wenn die Plattformen nicht reagieren oder die Verletzung schwer wiegt, ziehen Sie den Rechtsweg in Betracht. Abmahnungen, einstweilige Verfügungen oder Klagen können Verletzer abschrecken und Ihnen unter Umständen Schadensersatz einbringen.
  • Offline-Maßnahmen: Produktpiraterie endet nicht im Internet. Gemeinsam mit Strafverfolgungsbehörden können Sie Verfahren gegen Fälscher mit physischen Standorten aufbauen. Dazu kann die Koordination von Razzien in Lagern und Produktionsstätten gehören, die Fälschernetzwerke an der Quelle zerschlagen.
  • Dokumentation: Halten Sie alle Rechtsverletzungen und Ihre Reaktionen fest. Diese Daten stützen Gerichtsverfahren, zeigen Trends auf und liefern Grundlagen für die strategische Weiterentwicklung Ihres Markenschutzes.

Schritt 4: Stakeholder informieren und einbinden

Mitarbeitende und Kunden spielen beide eine wichtige Rolle für die Integrität Ihrer Marke. Beziehen Sie sie daher in Ihre Markenschutzstrategie ein.

  • Interne Stakeholder: Schulen Sie Ihr Team darin, Schwachstellen der Marke zu erkennen und Ihre Markenrichtlinien einzuhalten. Halten Sie es bei den Regeln zur Logonutzung, zur Einhaltung des Markenrechts und zum autorisierten Vertrieb auf dem neuesten Stand. Wenn alle Mitarbeitenden ihre Rolle kennen, wird Markenpflege Teil der Unternehmenskultur.
  • Ihre Kunden: Kunden können starke Verbündete beim Schutz Ihrer Marke sein. Helfen Sie ihnen, Originalware zu erkennen und Probleme zu melden, indem Sie Folgendes teilen:
    • Verpackungsmerkmale, die Echtheit signalisieren
    • Prüfmethoden, mit denen sich ein Originalprodukt bestätigen lässt
    • Autorisierte Vertriebskanäle, in denen sie sicher kaufen können
    • Wie sie verdächtige Produkte oder Verkäufer melden

Risiken für Ihre Marke

Wer die möglichen Bedrohungen kennt, kann seine Marke wirksam verteidigen.

Das Ausmaß ist kaum zu überschätzen: Allein Produktpiraterie ist ein globales Problem in einer Größenordnung von rund 2 Billionen US-Dollar, und die Fälle von Identitätsmissbrauch steigen von Jahr zu Jahr deutlich, weil sich gefälschte Websites und Phishing-Seiten heute in wenigen Minuten aufsetzen lassen. Ein einziger Phishing-Vorfall kostet Unternehmen im Schnitt Millionen, und kaum eine Marke, gleich welcher Größe, bleibt von digitalem Missbrauch verschont. 2025 verzeichnete das Internet Crime Complaint Center des FBI 859.532 Beschwerden über Cyberkriminalität mit Verlusten von über 16 Mrd. US-Dollar, und US-Unternehmen verloren 9,8 % ihres Umsatzes durch Betrug auf Basis von Identitätsmissbrauch, ein Anstieg um 46 % gegenüber dem Vorjahr.

Die folgenden Risiken sind keine Randfälle, sondern verdienen dringend Aufmerksamkeit. Hier die häufigsten:

Produktpiraterie

Die unbefugte Nachahmung und der Verkauf Ihrer Produkte können zu erheblichen Umsatzeinbußen führen und Ihrem Ruf schaden.

Gefälschte Waren sind oft von minderer Qualität. Das sorgt für unzufriedene Kunden und beschädigt das Image Ihrer Marke.

Marktplätze

Online-Plattformen sind bequeme Vertriebswege für Fälscher und nicht autorisierte Händler. Die schiere Menge an Angeboten und Verkäufern macht es schwer, die unbefugte Nutzung Ihrer Marke zu überwachen und zu kontrollieren. Rechtsverletzende Produkte auf Marktplätzen lenken Verkäufe um und führen Kunden in die Irre.

Formen des Identitätsmissbrauchs

Der Missbrauch von Markenidentitäten folgt meist zwei Mustern, und jedes erfordert eine andere Abwehr.

Missbrauch bekannter Marken: Cyberkriminelle geben sich als bekannte, vertrauenswürdige Marke aus, um sich deren Ruf zunutze zu machen und Verbraucher zu täuschen. Ein Angreifer registriert etwa eine Lookalike-Domain und klont die Checkout-Seite eines großen Händlers, um während einer Rabattaktion zu den Feiertagen die Zahlungsdaten von Käufern abzugreifen.

Missbrauch der eigenen Marke: Angreifer geben sich direkt als Ihre Marke aus, um Ihre eigenen Mitarbeitenden oder Kunden ins Visier zu nehmen.

Ein typisches Beispiel ist eine gefälschte E-Mail oder ein Portal, das Ihre internen Systeme nachahmt, um Zugangsdaten von Mitarbeitenden abzufischen, oder ein falscher Support-Account, der Ihre Kunden kontaktiert, um ihre Login- oder Zahlungsdaten zu stehlen.

Identitätsmissbrauch auf Social Media

Fake-Accounts auf Social Media, die sich als Ihre Marke ausgeben, können Kunden täuschen, Falschinformationen verbreiten und Vertrauen zerstören. Über solche Accounts laufen mitunter Betrugsmaschen oder unangemessene Nachrichten, die auf Ihre Marke zurückfallen.

Nachgeahmte Websites

Lookalike-Websites, die Ihre offizielle Seite imitieren, können Kunden täuschen oder ihre Daten stehlen. Solche Seiten dienen Phishing-Angriffen oder dem Verkauf von Fälschungen, untergraben das Vertrauen Ihrer Kunden und schaden Ihrem Ruf.

Domainmissbrauch

Die unbefugte Nutzung oder Registrierung von Domains, die Ihrer ähneln, kann Kunden verwirren und Traffic umleiten. Dazu gehören Praktiken wie Cybersquatting und Typosquatting, bei denen Personen Domains in böser Absicht registrieren, um von Ihrer Marke zu profitieren. Domainmissbrauch kostet Sie Website-Traffic und kann Kunden Betrug aussetzen.

Phishing

Betrügerische Nachrichten, die scheinbar von Ihrer Marke stammen, sollen Kunden dazu bringen, sensible Daten preiszugeben. Phishing kann Kunden finanziell schädigen und die Glaubwürdigkeit Ihrer Marke beschädigen.

Urheberrechtsverletzungen

Die unbefugte Nutzung Ihrer originellen Inhalte – etwa Bilder, Texte oder Videos – beeinträchtigt die Einzigartigkeit Ihrer Marke und kann Kunden in die Irre führen. Zudem kann sie den wahrgenommenen Wert Ihres geistigen Eigentums mindern.

Wer diese Risiken kennt, kann gezielt gegensteuern und die Integrität seiner Marke schützen.

Eine echte Markenschutzlösung

Produktpiraterie ist ein massives globales Problem, das jeden Tag komplexer wird. Die OECD schätzt, dass gefälschte Waren 2021 rund 467 Mrd. US-Dollar des Welthandels ausmachten, und die Zahl steigt weiter. Fälscher passen ihre Taktiken schnell an, tauchen in neuen Kanälen auf und verstecken sich hinter privater Kommunikation. Klassische Lösungen kommen da kaum hinterher.

Klar ist: Markenschutz braucht mehr als den üblichen Werkzeugkasten.

Bei MarqVision verfolgen wir eine Mission: „Eine Zukunft schützen und gestalten, die von originellen Ideen, Erfindungen und Kreativität geprägt ist.“ Wir statten Marken mit fortschrittlicher, KI-nativer Technologie aus, die sich laufend an die Anforderungen von Unternehmen und die Herausforderungen für ihre Marke und ihr geistiges Eigentum anpasst.

Moderner Markenschutz stützt sich auf mehrere sich ergänzende Technologien. Die Tabelle zeigt, wie sie zusammenspielen.

TechnologieWas sie leistetHauptnutzen
BilderkennungErkennt per Machine Learning Logos und Produktfotos in Angeboten, Anzeigen und auf Websites.Deckt Rechtsverletzungen in großem Umfang auf und beschleunigt die Priorisierung.
TestkäufePrüft verdächtige Ware durch verdeckten Kauf und Begutachtung auf Echtheit.Kostengünstiger Weg, Fälschungen zu bestätigen und Beweise für Löschungen zu sichern.
FallmanagementBündelt Durchsetzungsmaßnahmen, Beweise und Kommunikation in einem Workflow.Hält Löschungen teamübergreifend geordnet und prüfbereit.
Managed ServicesErgänzt Ihr Team um Fachleute für Markenschutz und geistiges Eigentum.Mehr Expertenkapazität, ohne intern Personal aufzubauen.
NetzwerkanalyseVerknüpft zusammengehörige Verkäufer und Angebote, um organisierte Netzwerke offenzulegen.Trifft die Quelle wiederholten Missbrauchs statt einzelner Angebote.

Was MarqVision anders macht

Wir haben Marq AI von Grund auf für die heutigen Herausforderungen von Marken entwickelt, weit über oberflächliche Probleme hinaus. Unsere Technologie ist darauf ausgelegt, auch gut versteckte Rechtsverletzungen zu finden und zu bekämpfen, Durchsetzungsmaßnahmen mit generativer KI zu beschleunigen und Kunden in Echtzeit wirklich verwertbare Erkenntnisse zu liefern.

  • Fortschrittliche KI-Überwachung: Unsere eigene Technologie Marq AI scannt Online-Marktplätze, Social Media und Websites in Echtzeit und erkennt Rechtsverletzungen mit führender Genauigkeit.
  • Automatisierte Durchsetzung: Wir vereinfachen die Entfernung nicht autorisierter Angebote und Inhalte, indem generative KI wiederverwendbare Dokumente erstellt. Das spart Rechts- und Markenschutzteams enorm viel Zeit.
  • Globale Abdeckung: Mit Überwachung auf den großen Plattformen weltweit schützen wir Ihre Marke in allen Märkten, in denen Sie tätig sind – besonders in Asien, wo die große Mehrheit aller IP-Verletzungen ihren Ursprung hat.
  • Intelligentes Dashboard: Echtzeit-Reports und Analysen halten Sie über Ihren Markenschutz auf dem Laufenden. KI-gestützte Erkenntnisse helfen Ihnen, sich auf die größten und gefährlichsten Verletzer zu konzentrieren.
  • Expertenunterstützung: Unser Team aus IP-Fachleuten entwickelt mit Ihnen maßgeschneiderte Strategien und berät Sie bei komplexen Fragen. Wir kennen die Feinheiten des Markenschutzes genau und unterstützen Sie bei Ihren ganz eigenen Herausforderungen.

Mit MarqVision als Partner konzentrieren Sie sich auf die Geschäftsentwicklung und Ihr weltweites Wachstum, während wir uns um die Komplexität des Markenschutzes kümmern.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Markenschutz und Markenanmeldung?

Die Markenanmeldung ist der rechtliche Schritt, mit dem Sie Rechte an den unverwechselbaren Elementen Ihrer Marke sichern, etwa an Namen, Logos und Slogans. Markenschutz ist die fortlaufende Überwachung und Durchsetzung dieser Rechte gegen unbefugte Nutzung auf Marktplätzen, in Social Media, auf Websites und bei Domains. Die Anmeldung schafft die rechtliche Grundlage, der Markenschutz macht sie wirksam.

Was kostet Produktpiraterie Unternehmen weltweit?

Produktpiraterie ist ein globales Problem in einer Größenordnung von rund 2 Billionen US-Dollar. Die Folgen reichen über entgangene Umsätze hinaus: Reputationsschäden, schwindendes Kundenvertrauen und zusätzliche Belastung für Rechts- und Kundenservice-Teams.

Muss ich meine Marke in jedem Land anmelden, in dem ich verkaufe?

Markenrechte gelten territorial: Eine Eintragung in einem Land schützt Sie nicht anderswo. Konzentrieren Sie sich zuerst auf die Märkte, in denen Sie verkaufen, produzieren oder am stärksten von Produktpiraterie betroffen sind, und nutzen Sie Instrumente wie das Madrider Protokoll, um mit einer einzigen Anmeldung Schutz in mehreren Rechtsordnungen zu beantragen.

Was ist ein Testkauf und wann setze ich ihn ein?

Ein Testkauf ist der verdeckte Kauf eines verdächtigen Produkts, damit Sie die Ware prüfen und feststellen können, ob sie echt ist. Setzen Sie ihn ein, wenn ein Angebot verdächtig wirkt, sich aber anhand von Bildern und Text allein nicht verifizieren lässt. Die Beweise aus einem Testkauf stärken zudem Löschanträge und Gerichtsverfahren.

Geschrieben von

Christina Kim

Former Global Head of Marketing