Hinter dem Dashboard: Ein Interview mit unserem Director of Product für Markenschutz
Der Marq AI Brand Exposure Report kartiert globale Fälschungsrisiken, zeigt Verkäufernetzwerke und belegt den ROI mit dem Fälschungsanteil – für proaktiven Schutz.

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Fälschungen stören nicht nur den Umsatz. Sie zwingen Marken in einen endlosen Kreislauf reaktiver Einzellöschungen, der Ressourcen verschlingt, ohne die größeren Netzwerke dahinter zu treffen.
Bei MarqVision hat unser Produktteam dieses Muster immer wieder beobachtet. Also haben wir eine andere Frage gestellt: Was wäre, wenn Durchsetzung mehr sein könnte als die Jagd auf einzelne Angebote – und Marken stattdessen die strategische Klarheit gäbe, um der Entwicklung voraus zu sein?
Diese Frage führte zum Launch des Marq AI Brand Exposure Report in diesem Monat, einer Innovation, die Marken hilft, Risiken zu messen, Maßnahmen zu priorisieren und den Wert ihrer Schutzprogramme zu belegen. In diesem Q&A spricht Jay Park, der bei MarqVision die Strategie gegen Fälschungen verantwortet, über die Entscheidungen, Herausforderungen und die Roadmap hinter dem neuen Produkt.
F: Kam die Idee für den Report aus Kundenanfragen, oder wurde sie intern entwickelt?
A: Eine der größten Herausforderungen für Markenverantwortliche war es, Durchsetzungsergebnisse zu beziffern und in strategischen Wert zu übersetzen. Intern haben wir uns gefragt: „Wie können wir Marken echten ROI zeigen?“
Millionen von Datenpunkten auf Hunderten von Marktplätzen zu kartieren, ist die erste Antwort auf diese Frage, und selbst vor drei Jahren wäre das noch eine gewaltige Aufgabe gewesen. Dank unserer Investitionen in KI und unseres tiefen Verständnisses für die Bedürfnisse und IP-Portfolios unserer Kunden konnten wir über die Daten unserer Kunden eine „IP-Abdeckungsebene“ legen. Sie erzeugt personalisierte Empfehlungen, spart Zeit und beziffert zugleich die geschäftliche Wirkung des Markenschutzprogramms.
Das Ergebnis ist der Marq AI Brand Exposure Report: ein Tool, das Bedrohungen beziffert und Erkenntnisse für eine umsetzbare Strategie liefert. Er zeigt, wie sich die besten Markenschutztools von reaktiven Löschungen zu ROI-orientierten Erkenntnissen weiterentwickeln.
Die wichtigsten Funktionen:
1. Eine einzige Karte des globalen Risikos
Stellen Sie sich eine lebendige „Heatmap“ der Markenrisiken vor. Das System scannt kontinuierlich Millionen von Angeboten auf Amazon, Alibaba, Walmart und weiteren Plattformen und gleicht sie mit Ihrer IP-Abdeckung ab. In einer einzigen Ansicht sehen Sie die Regionen, Plattformen und Verkäufer, die Ihre Marke am stärksten gefährden. Klicken Sie etwa auf „China“, sehen Sie sowohl den Fälschungsanteil als auch die Stärke Ihrer bestehenden Marken im Land selbst. Diese globale Risikokarte prägt Ihre künftige Durchsetzungsstrategie.
2. Eine Engine für Entscheidungen
Bisher haben Dashboards eine Momentaufnahme dessen gezeigt, „was passiert“. Der Brand Exposure Report geht weiter: Er legt eine IP-Abdeckungsebene über die vorhandenen Daten und leitet daraus wirkungsvolle Erkenntnisse und Durchsetzungsempfehlungen ab. Er zeigt das Risiko und empfiehlt die nächsten Schritte: welche Angebote am wichtigsten sind, wo IP-Lücken bestehen und welche Maßnahmen den höchsten ROI bringen. Statt zu raten, erhalten Markenteams einen priorisierten, personalisierten Plan, den die KI erstellt und mit Daten untermauert.
Unser Produkt erkennt auch Details, die menschliche Prüfer oder einfache Keyword-Filter oft übersehen, etwa Markennamen, die in Bildern versteckt sind, feine Materialabweichungen oder Netzwerke von Verkäufern, die sich hinter mehreren Shops bündeln. Der Report markiert nicht nur verdächtige Aktivitäten, sondern erstellt auch Durchsetzungsempfehlungen auf Grundlage der Stärke Ihrer IP-Abdeckung – samt Berichten mit Produktmerkmalen, Herkunftsangaben und Fälschungssignalen. Das spart Wochen manueller Ausarbeitung.
3. Fälschungsanteil (Saturation Rate)
Der Fälschungsanteil (Saturation Rate) geht über einfache Löschzahlen hinaus und liefert einen visualisierten Wert dafür, wie stark eine Marke in verschiedenen Regionen und auf verschiedenen Plattformen Fälschungsrisiken ausgesetzt ist. Dieses Verhältnis vergleicht Originalangebote mit Fälschungsangeboten und gibt Marken eine leicht nachvollziehbare Kennzahl, um das Risiko über Märkte hinweg zu beziffern und zu sehen, ob der Trend über die Zeit steigt oder sinkt.
F: Wie verändert der Brand Exposure Report die tägliche Arbeit von Markenverantwortlichen?
A: Sie können sofort priorisieren, gegen welche Angebote oder Verkäufer sie zuerst vorgehen. Der ROI lässt sich mit bezifferten Kennzahlen klar erklären. Wiederkehrende Reporting-Aufgaben werden automatisiert, sodass sich Teams auf Strategie statt auf Papierkram konzentrieren können.
Design-Herausforderungen und unsere Lösungen
F: Was waren die größten Herausforderungen bei der Entwicklung des Brand Exposure Report?
A: Zwei Themen standen im Vordergrund:
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Branchenspezifische Unterschiede. Bei Modefälschungen geht es oft um Größen- oder Druckfehler, bei gefälschtem Schmuck um Material- und Beschichtungsprobleme, in der Beauty-Branche um veränderte Rezepturen und Verpackungen. Selbst innerhalb einer Branche hat jede Marke eigene Herausforderungen. Deshalb haben wir mit markenspezifischen Daten und Feedback individuelle Trainingsschleifen in die KI eingebaut.
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Sich schnell wandelnde Taktiken der Verkäufer. Fälschungen beschränken sich längst nicht mehr auf Marktplätze wie AliExpress oder Shopee. Verkäufer nutzen inzwischen Instagram, TikTok und Livestreaming, um der Erkennung zu entgehen. Um Schritt zu halten, haben wir unsere Überwachung erweitert, eng mit unseren internen Operations-Teams zusammengearbeitet und Kundenfeedback laufend einbezogen.
F: Wie passen Sie sich an diese sich wandelnden Herausforderungen an?
A: Indem wir ständig Praxisdaten in das KI-Modell zurückspielen, sorgen wir dafür, dass es mit der Zeit präziser wird. Außerdem pflegen wir agile Feedback-Kanäle, intern (IP-Fachleute, die neue Tricks wie „Kauf per DM“ oder „versteckte Links“ entdecken) wie extern (Kunden, die Erkennung in Livestreams oder die Abdeckung neuer Plattformen anfragen).
Dieser gemeinsame Kreislauf lässt uns mit jeder Iteration besser werden.
Ausblick
F: Wie geht es mit dem Brand Exposure Report weiter?
A: Wir gehen über Löschungen hinaus und helfen Marken, strategische Abwehr aufzubauen. Drei Prioritäten stechen hervor:
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Individuelle KI-Modelle. Wir arbeiten ständig daran, Rechtsverletzungen individueller und präziser zu erkennen, zugeschnitten auf die besonderen Bedrohungen jeder Marke.
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Erkennung entlang der Customer Journey. Wir entwickeln KI-Agenten, die nachahmen, wie echte Käufer auf Plattformen suchen, stöbern und interagieren, um Fälschungen so zu erkennen, wie Verbraucher sie erleben.
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Livestreams und Datensegmentierung. Wir weiten die Abdeckung auf Verkäufe in Livestreams aus und ermöglichen eine feingranulare Klassifizierung der Daten, damit Marken Durchsetzungserkenntnisse mit Geschäftsentscheidungen verknüpfen können.
Unsere Vision ist klar: Fälschungsbekämpfung soll von einem Kostenfaktor zu einer Investition werden. Beim Brand Exposure Report geht es nicht nur darum, Fälschungen zu entfernen, sondern darum, den Markenwert zu schützen und den ROI zu maximieren.
Eine Botschaft an Marken im Kampf gegen Fälschungen
F: Was würden Sie einer Marke sagen, die den Brand Exposure Report zum ersten Mal sieht?
A: Wer schon mit Fälschungen zu tun hatte, weiß, dass Löschungen allein das Problem nicht lösen. Angebote tauchen sofort wieder auf, und das Tempo nimmt nur zu. Deshalb muss die Durchsetzung eine Stufe höher ansetzen: statt Angebot für Angebot auf Ebene der Verkäufer und Netzwerke.
Der Marq AI Brand Exposure Report liefert Marktrisikowerte, Verkäufererkenntnisse und ROI-Kennzahlen, mit denen die Durchsetzung von reaktiv auf strategisch umschaltet. Marken können Bedrohungen priorisieren, Ressourcen effizient einsetzen und den Wert des Markenschutzes belegen.
Vor allem aber: Fälschungsbekämpfung ist eine Investition. Richtig gemacht, schützt sie den Markenwert und zahlt sich langfristig aus. Marq AI ist Ihr Partner dafür und baut mit jedem Schritt intelligenteren IP-Schutz auf.
