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Markenklassen recherchieren: einfacher als gedacht

Welche Faktoren bei der Wahl Ihrer Markenklasse zählen und welche kostenlosen Suchtools Ihnen helfen, präzise zu entscheiden.

Kate Ryu4 Min. Lesezeit

Wenn Sie eine Marke anmelden, müssen Sie die passende Klasse für die Waren oder Dienstleistungen wählen, für die Ihre Marke stehen soll. Hier ist Sorgfalt gefragt: Ihre Marke schützt Sie nur, wenn sie in allen relevanten Klassen eingetragen ist.

Verkauft Ihre Marke zum Beispiel bedruckte Sweatshirts und Mützen, brauchen Sie Klasse 25 (Bekleidung, Schuhwaren und Kopfbedeckungen). Software gehört in Klasse 9, Gartenmöbel in Klasse 20, Versicherungsdienstleistungen in Klasse 36 und so weiter.

Insgesamt gibt es 45 Klassen: 34 für Waren und 11 für Dienstleistungen. Prüfen Sie also genau, welchen Schutz Sie beantragen.

Haben Sie zunächst die falsche Klasse gewählt und wird Ihre Anmeldung trotzdem angenommen, müssen Sie mühsam eine komplett neue Anmeldung einreichen – das kostet Zeit und Geld –, denn nachträglich lassen sich einer Eintragung keine weiteren Waren oder Dienstleistungen hinzufügen.

Bemerken Sie den Fehler nicht und nutzen Ihre Marke für Waren oder Dienstleistungen einer anderen Klasse, riskieren Sie zudem unbeabsichtigt eine Markenrechtsverletzung. Die häufigste Folge einer falschen Klassenwahl ist schließlich, dass Ihre Anmeldung zurückgewiesen wird und die Anmeldegebühr verloren ist.

In diesem Beitrag erklären wir, worauf Sie bei der Wahl Ihrer Markenklasse achten sollten, damit solche Risiken gar nicht erst entstehen. Außerdem stellen wir kostenlose Suchtools vor, mit denen Sie präzise entscheiden können.

Diese Faktoren sollten Sie berücksichtigen

  1. Produkt oder Unternehmen: Eine Marke kann sich auf ein bestimmtes Produkt oder auf Ihr Unternehmen als Ganzes beziehen. Sie kann also (1) den Markenauftritt Ihres Unternehmens schützen, etwa Logo, Namen und Slogan, oder (2) die Produktebene, etwa Ihre Waren oder Dienstleistungen, Etiketten und so weiter.
  2. Waren oder Dienstleistungen: Wenn feststeht, welchen Teil Ihres Geschäfts Sie schützen lassen möchten, legen Sie fest, ob es um eine Ware oder eine Dienstleistung geht. So fallen alle Klassen weg, die für Ihr Angebot keine Rolle spielen.
  3. Rohstoff oder Endprodukt: Sie können Ihre Marke auf vielfältige Weise nutzen, etwa auf Ihrer Website, auf Verpackungen oder in Katalogen. Die Markenklasse bezieht sich aber nur auf das Produkt oder die Dienstleistung. Maßgeblich ist außerdem das Endprodukt, nicht die verwendeten Rohstoffe. Verkaufen Sie zum Beispiel Bekleidung und verschicken sie in Kartons mit Ihrem Logo, wählen Sie für die Produkte Klasse 25 (Bekleidung, Schuhwaren und Kopfbedeckungen). Eine eigene Klasse für die Verpackung brauchen Sie nicht.

Kostenlose Suchtools für die Klassenwahl

WIPO: eine ausführliche Liste aller Markenklassen mit Erläuterungen

USPTO: ein Suchtool, in das Sie einfach ein Stichwort zu Ihrer Produktart eingeben (z. B. Sonnencreme, Reisetasche, Baseballkappe) und eine vollständige Liste der passenden Klassen erhalten, die Ihr Stichwort enthalten

EUIPO: eine Klassifizierungshilfe, bei der Sie Ihr Produktstichwort in das Feld „Suchbegriff“ eingeben und auf „Suchen“ klicken – schon erhalten Sie eine vollständige Liste der passenden Klassen mit Ihrem Stichwort

MarqFolio: bietet nicht nur eine Klassifizierungshilfe (per Stichwortsuche), sondern auch eine kostenlose Beratung durch führende Kanzleien, die auf das jeweilige lokale Markenrecht spezialisiert sind, und ein zentrales Dashboard, in dem Sie alle Anmeldungen samt Status und Fortschritt in Echtzeit verfolgen

Noch einmal: Die richtige Klasse entscheidet über den Erfolg Ihrer Markenanmeldung. Führen Sie nur die Waren und/oder Dienstleistungen auf, die Sie unter Ihrer Marke tatsächlich anbieten oder anbieten wollen. So vermeiden Sie, dass Ihre Anmeldung zurückgewiesen wird, Sie unbeabsichtigt fremde Marken verletzen, eine neue Anmeldung einreichen müssen oder zusätzliche Kosten entstehen. Und denken Sie daran: Es gibt hilfreiche Ressourcen, die den komplexen, oft unübersichtlichen Prozess der Markenanmeldung erleichtern und Ihre Marke zum Erfolg führen können.

Wie MarqVision Ihnen hilft, die richtige Markenklasse für Ihre Waren oder Dienstleistungen zu wählen, erfahren Sie unter https://folio.marqvision.com/.

Geschrieben von

Kate Ryu